Nun bin ich hier und telefoniere ständig mit der Heimat. Nur wenige Stimmen aus Nordrhein-Westfalen werden laut.
Die letzten Stunden nutzte ich, um meine Wohnung nicht nur auf Vordermann zu bringen. Außerdem nahm ich verschiedene Umgestaltungen vor. Neue Regale bringen Ordnung in meine verstreute Verteilung, bspw. von Büchern. Neue Lampen erhellen das Wohnzimmer und nun sogar der Eingangsbereich. Freundliche Bilder überspielen meine abgestorbenen Pflanzen. Ich fühle mich richtig wohl hier.
Jetzt freue ich mich unheimlich, meine andauernden Kopfschmerzen (Richtig Melle, die gibt es auch hier.) auf der Couch zu bekämpfen, in dem ich von dort die Stimmung genieße. Vor 50 Jahren hätte man sich an Fenster gestellt und geschaut, was außerhalb der Wohung passierte. In 2006 verehrt man den Fernseher. Investiert jede freie Minute, um in ihn zu schauen. Ich glaube heute bin ich etwas altmodisch.