So viele Menschen wie es gibt, existieren genauso viele Weltvorstellungen. Zu Konflikten führen meist die kleinen Unterschiede bei den Wertvorstellungen. Da die wenigsten die Kunst beherrschen, über auftauchende Probleme zu reden, entstehen Konflikte.
Ich möchte an dieser Stelle zwei Sichtweisen vergleichen:

a) Konflikte sind schlecht und Kritik ist etwas Negatives. Über die Zeit führen kleinste Konflikte zur Abneigung gegenüber den Menschen, welche nicht dieselben Gedanken genießen. Ist man erstmal auf dieser Schiene, verrennt man sich schnell. Jegliche Äußerungen machen die Situation schlimmer, auch wenn sie noch so vernünftig sind. Die nächste Stufe ist die Ignoranz. Alles was ein jemand sagt, wird gegen ihn verwendet, vorrausgesetzt es wird überhaupt angenommen.

b) Konflikte werden als Bereicherung verstanden. Kritik wird als helfend eingestuft, denn nur wer seine Gedanken mitteilt, kann den anderen davon in Kenntnis setzen. Sind es eigene Fehler, können diese verbessert werden. Das Motto lautet: „Reden!“
Das japanische Motto „Es soll kein Tag ohne irgendeine Verbesserung vergehen“ kommt meiner persönlichen Einstellung stark entgegen.

Diese verschiedenen Herangehensweisen möchte ich nicht bewerten. Das kann jeder Leser für sich selbst tun. Man kann sich seine eigene Welt zusammenbauen, indem alles Fremdliche abgestoßt. Aber sind es nicht die gegensätzlichen Meinungen, die die eigene Person formen und in den meisten Fällen bereichern? Wie interessant gestaltet sich das Leben, wenn jeder immer genauso denkt? Wie kann man Probleme lößen, wenn man nicht darüber redet? Wie entstehen Probleme? Weil man nicht darüber redet.

Trennschleife

Diesen Beitrag widme ich Sandra. Ich werde sicher nichts Negatives über dich schreiben. Zwar wäre das als Bestätigung für deine „netten“ Worte auf deiner Homepage angebracht, aber das ist nicht meine Art. Ich würde jetzt schreiben, wie viel mir unsere Freundschaft einmal bedeutet hat und dir meine Dankbarkeit entgegen bringen. Da du mir Undankbarkeit vorwirfst, muss ich leider darauf verzichten.
Ich wünsche dir für deine Zukunft dennoch alles Gute!