Eine neue Frage beschäftigt die Menschheit. Naja, zumindest einen Teil – viele Studenten. Was um Himmels Willen soll die Wortschöpfung „Gruscheln“ des deutschen myspace.com-Ablegers Studiverzeichnis bedeuten?

Mögliche Bedeutungen kommen, nach meiner Meinung, in Frage:

I. Der virtuelle Tippser auf die Schulter, von jemandem, den man kennt. Zum Beispiel in einer dieser überfüllten Großraumdiskos: Lisa sieht im Gewühl der Tanzfläche ihre Komillitonin Miri. Sie möchte sich an der Bar einen Drink holen gehen. Sie tippt im Vorbeigehen Miri auf die Schulter, diese dreht sich um, sieht Lara, beide winken sich nun zu.

II. Der Versuch einer banalen Konaktaufnahme. Man gruschelt jemanden, spart sich die Mühe, richtige Worte für die erste Kontaktaufnahme zu finden und hofft, dass der Kontaktierte von selbst schreibt. Der „Ball“ geht zurück, wenn der Kontaktierte nur zurückgruschelt.

III. Eine sehr einfache Lösung, um Sexualkontakte oder Beziehungen zu arrangieren. Wer gruschelt, will vom gegruschelten auch gegruschelt werden. Hierbei ist der Haken, dass proportional viele Nutzer vorwiegende gleichgeschlechtlich gruscheln, also mit ihren Freunden/Freundinnen.
Ein bloßes Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen?

Für alle, die nicht zufrieden sind, hilft wohl nur noch der vom Website-Betreiber empfohlene Gang in eine Selbsthilfegruppe.