Archive for November, 2006

Aufgrund deraktuellen unangenehmen Außentemperaturen und folglich meiner Zimmerwärme, möchte ich etwas vom Happyend meiner Heizungsmisäre erzählen.
Ich konnte als ungelernter Heizungsmonteur leider meine angenehmen Raumverhältnisse nicht wiederherstellen. Ich habe alles getan, was ein Mann tun kann. Aber: Es sollte nicht reichen. Mein Wink mit dem Zaunspfahl wurde zum Glück kurz vor meinem Erfrieren gesichtet. Um es vorweg zu nehmen, ich wurde gerettet.
Am heutigen Morgen erhielt ich eine komplett neue Heizungsanlage. Ja, so verheerend war mein Problem. Obwohl ich manchmal etwas dramatisiere, habe ich diesmal nicht übertrieben. Nach über einer Woche Frieren, hat sich jetzt das Thermometer bei 18° Celsius eingependelt. Und ich fühle mich im Vergleich zu den letzten Tagen wie in den Tropen.
Ich werd mir nun erstmal einen Sangria gönnen…Hoffe mal, dass es normal ist, wenn es in meinem Bad wie in einer Gaskammer riecht.

So, mein großer Tag. Meine Experimente an der Heizungsanlage gehen weiter.
Da Rechnungswesen ausfiel, konnte ich mich bereits heute Nachmittag um das Nachfüllen des Wassers kümmern. Ein entsprechend dafür vorgesehener Schlauch war vorhanden, passte allerdings weder an meine Therma, geschweige denn an den Wasserhahn. Ahnungsvoll wie ein Informatiker halt ist, fuhr ich hilfesuchend zum Baumarkt. “Der Schlauch passt nicht, helfen Sie mir bitte!” Naja, der nette Mitarbeiter im Bahr-Baumarkt kümmerte sich rührend. Dennoch brauchte es zwei Anläufe, bis er mir die passenden Gewinde mitgegeben hat. Aufregend war das für mich. Nachdem der Schlauch endlich passte, lies ich Wasser nach. Als das Manometer sein okay gab, drehte ich das Wasser ab. Soweit so gut. Vorsichtshalber stellte ich einen 5-Liter-Eimer unter den Anschluss, denn es könnte ja ein bisschen tropfen.
Als ich den Schraubverschluss aufdrehte, kamen mir plötzlich sämtliche nachgelassenen 20 Liter Wasser entgegen. Dummerweise mit 3-4 bar Druck. Nicht nur mein Gesicht tat weh, auch der Rest von mir sah aus wie ein Schwein. Mein Bad erfuhr also eine Grundreinigung ohne Gleichen. Nach etwa 3 Stunden Wischen und Trocknen hat es geglänzt wie Jahrzehnte nicht.
Schön wars gewesen, nur funktioniert meine Heizung dennoch nicht :(

Ein Telefonat mit der Wohnungsgenossenschaft meines Vertrauens verspricht jedoch Hoffnung. Bald!

Meine Auseinandersetzung mit meiner Heizung verfestigt sich. Seit über einer Woche ist sie nicht mehr in der Lage, meine gewünschten Temperaturen zu erreichen. Mehr noch, seit einigen Tagen erwärmen sich meine 4 Wände gar nicht mehr. Durch Kerzen, Backofen und freundliche PC-Lüfter habe ich es auf nun konstant 15°C geschafft. Die erste Problemlösung, das Entlüften der Heizkörper, hat sich als falsch herausgestellt. Heute habe ich bei Dirk noch ein wenig Aufklärung in Bezug auf die Funktionsweise der Etagenheizungen bekommen. Das führt mich zu einem weiteren Experiment, welches ich morgen angehen möchte. Kurz gesagt: Meine Heizung bekommt neues Wasser.
Und wenn ich nicht erfroren bin, dann schreib ich morgen wieder…

Die Aussage für sich hat etwas Trauriges. Es wirkt deprimiert, ohne Gesellschaft ein solch soziales Getränk zu sich zu nehmen. Dabei kann es sehr wohltuend sein. Natürlich fühlt man sich während der ersten Schlücke einsam. Jedoch wird das Gefühl, sich selbst zu mögen größer. Sieht man nebenbei noch einen emotionalen Film, bekommt man gezeigt, was man alles hat. An sich selbst und an der Familie. Es tut gut zu merken, wie gut es einen geht. Zwar ist man einsam, aber zumindest den Umständen angemessen fröhlich. Die Folge sind meist mit melodischer Klängen untermalte nachdenkliche Momente. Außerdem macht auch Despression seinen Sinn. Zwar ist dies oft nur ein Hilfeschrei nach außen, aber wenn man damit umzugehen weiß, kann man für sich etwas mitnehmen.

Traurig

Es ist wichtig, im richtigen Moment allein einen Wein zu trinken.

Ist es nicht ein göttliches Wort, dieses kleine Geschöpf namens “zeitnah”?
Es sagt alles, im gleichen Moment aber auch nichts. Ich habe davon gehört, als der DFB-Vorstand eine zeitnahe Stellungnahme der Fußballclubs “Dynamo Dresden” zu den rechtsradikalen Ausschreitungen der Fans gefordert hat.

Das einsame nachdenkliche Kind

Dieses Wort ist so relativ wie das Wetter oder “gruscheln”. Ich definiere nach einigen Überlegungen eine maximale Zeitspanne von 10-14 Tagen als zeitnah, wobei ich eher zu 10 Tagen tendiere. Das kann dem Gebrauch allerdings angemessen variieren!
Beispielsweise würde ich nach eigenen Anstrengungen einer Kontaktaufnahme eine Reaktion innerhalb von 3 Tagen erwarten. Da wären wir bei dem (leidigen) Thema der Erwartungen. Diese sollte man, jedenfalls was andere Menschen angeht, so weit wie möglich zurückschrauben. Denn nicht erfüllte Erwartungen führen in den meisten Fällen zu Enttäuschungen.
Von bestimmten Menschen erwarte ich dennoch eine baldige Nachricht ;)

Sonntagabend bekam ich einen Anruf. Es kündigte sich jemand an. Genauer gesagt, wollten mich meine Großmutter, Angela & Andreas in Hagen besuchen. Total überwältigt, konnte ich es kaum glauben. Nun, sie waren hier.
Dienstagnachmittag wartete mein Besuch aus Thüringen bereits eine Weile als ich von der FH kam. Da die Fahrt recht anstrengend war, machten wir uns nach einem ausgiebigen Essen einen gemütlichen Abend bei mir zu Hause. Das Weißbier und der Ramazotti flossen in Strömen. Für die Damen wurde selbstverständlich wohlschmeckender Wein geliefert. Obwohl wir bis in die Nacht plauderten, klingelte der Wecker um 6:55 Uhr. Wenige Stunden später konnten wir uns dann auch aufrappeln und aufstehen. Auf dem Programm stand Wuppertal. Wir fuhren ein bisschen durch die Gegend, um nach wenigen Umwegen an einer Schwebebahn-Haltestelle anzukommen. Zum ersten Mal fuhr ich die komplette Strecke der Schwebebahn. Nach dieser Stadtrundfahrt war es Mittagszeit. In der Innenstadt von Wuppertal war es unmöglich, ein geeignetes Restaurant zu finden. Cafes & Bars gibt es ohne Ende, aber keine Möglichkeit für ein ordentliches Mittagsessen. Die Mägen knurrten. Wir waren sehr enttäuscht. Am Auto angekommen, führte uns mein Navigationsgerät an tolles Restaurant. Die Gegend nahm den Anschein eines Industriegebietes, aber das Restaurant & Hotel war wirklich super. Von außen sah es sehr gemütlich aus, von innen war es ein traum und die Gerichte waren der Hit. Ich habe seit dem Geburtstagskuchen von Viviane nichts so Leckeres mehr gegessen :)
Im Anschluss fuhren wir im Auto noch ein wenig durch das westliche Ruhrgebiet, um abschließend die Innenstadt von Dortmund zu besichtigen. Wir schlenderten also noch durch die Straßen und tranken zu guter letzt einen Cappucino im Rigoletto.
Nach der Heimfahrt waren wir leicht erschöpft – das Alter – und wir saßen in Ruhe im Wohnzimmer zusammen. Angela drängte zum Anschauen eines Sophie Schütt-Filmes. Hach, der war richtig was fürs Herz. In anderer Richtung heiterte uns später Harald Schmidt auf.
Der Morgen danach war nicht mehr so einfach. Das Aufstehen war unheimlich schwer und der Bäcker an sich zu weit entfernt. Wir schafften es trotzdem, uns aufzuhiefen. Das Frühstück war lecker, aber der Abschied umso grausamer, jedenfalls fürs Gemüt. Das erfreuliche Abwechslung der letzten zwei Tage tat gut. Danke für euren Besuch!