Sonntagabend bekam ich einen Anruf. Es kündigte sich jemand an. Genauer gesagt, wollten mich meine Großmutter, Angela & Andreas in Hagen besuchen. Total überwältigt, konnte ich es kaum glauben. Nun, sie waren hier.
Dienstagnachmittag wartete mein Besuch aus Thüringen bereits eine Weile als ich von der FH kam. Da die Fahrt recht anstrengend war, machten wir uns nach einem ausgiebigen Essen einen gemütlichen Abend bei mir zu Hause. Das Weißbier und der Ramazotti flossen in Strömen. Für die Damen wurde selbstverständlich wohlschmeckender Wein geliefert. Obwohl wir bis in die Nacht plauderten, klingelte der Wecker um 6:55 Uhr. Wenige Stunden später konnten wir uns dann auch aufrappeln und aufstehen. Auf dem Programm stand Wuppertal. Wir fuhren ein bisschen durch die Gegend, um nach wenigen Umwegen an einer Schwebebahn-Haltestelle anzukommen. Zum ersten Mal fuhr ich die komplette Strecke der Schwebebahn. Nach dieser Stadtrundfahrt war es Mittagszeit. In der Innenstadt von Wuppertal war es unmöglich, ein geeignetes Restaurant zu finden. Cafes & Bars gibt es ohne Ende, aber keine Möglichkeit für ein ordentliches Mittagsessen. Die Mägen knurrten. Wir waren sehr enttäuscht. Am Auto angekommen, führte uns mein Navigationsgerät an tolles Restaurant. Die Gegend nahm den Anschein eines Industriegebietes, aber das Restaurant & Hotel war wirklich super. Von außen sah es sehr gemütlich aus, von innen war es ein traum und die Gerichte waren der Hit. Ich habe seit dem Geburtstagskuchen von Viviane nichts so Leckeres mehr gegessen 🙂
Im Anschluss fuhren wir im Auto noch ein wenig durch das westliche Ruhrgebiet, um abschließend die Innenstadt von Dortmund zu besichtigen. Wir schlenderten also noch durch die Straßen und tranken zu guter letzt einen Cappucino im Rigoletto.
Nach der Heimfahrt waren wir leicht erschöpft – das Alter – und wir saßen in Ruhe im Wohnzimmer zusammen. Angela drängte zum Anschauen eines Sophie Schütt-Filmes. Hach, der war richtig was fürs Herz. In anderer Richtung heiterte uns später Harald Schmidt auf.
Der Morgen danach war nicht mehr so einfach. Das Aufstehen war unheimlich schwer und der Bäcker an sich zu weit entfernt. Wir schafften es trotzdem, uns aufzuhiefen. Das Frühstück war lecker, aber der Abschied umso grausamer, jedenfalls fürs Gemüt. Das erfreuliche Abwechslung der letzten zwei Tage tat gut. Danke für euren Besuch!