Den Tag ließ ich entspannt angehen. Ich benügte mich die meiste Zeit auf der Couch und tat so meinem Körper etwas Gutes. Nach dem regulären Besuch des Fitness-Studioss sprang ich zum Tiefseetauchen in die Badewanne und bereitete mich auf den Abend vor. Heute auf dem Programm: Sylvester.
Als ich erfuhr, was Tim genau geplant hat, war ich eher skeptisch, aber mal schauen, was dabei herausgekommen ist. Gegen 17 Uhr fuhr ich gemütlich nach Herne. Dort soll das Ganze beginnen. Die erste Zeit bestand aus Warten und überlegen. Dann war es auch schon Zeit für das Abendmahl, heute mal nicht in der Kirche. Trotzdem soll die Stimmung sehr feierlich wirken. Das tat sie auch, alle Gäste taten ihr Bestes daran. Das „Haus ohne Tür“ sollte nur als Vorbereitung dienen. Zu später Stund liefen wir dann zu Kremer, mein Türsteherfreund. Nachdem seine Kompanen mich im – jetzt bereits – vorletzten Jahr aus einer Feier ausschlossen, habe ich eine enge persönliche Bindung: „Anzeige!“. Die Gesellschaft verblüffte mich, ich war sehr angetan. Ich konnte tolle Unterhaltungen führen und interessante Menschen beobachten. Ich dachte, ich sehe Melle & Marco hier – Wahnsinn, zu was Menschen fähig sind.
Mit einem gemeinsamen Sektanstoß für das neue Jahr begann die Freude am großen Feuerwerk. Es war sehr schön zu sehen, wie die Martinistraße in Licht aufging. Traumhaft. Die Leute scheinen große Freude am Feuerwerk haben und schossen einige Euros in den Himmel.
Irgendwann in der Nacht kam jemand auf die Idee, eine andere Veranstaltung aufzusuchen. Dort gingen wir hin und standen vor einem sich aufspielenden Großmensch, der keine Gäste mehr duldete. Im Regen stand es sich ungemütlich. Da hielf es auch nur wenig, Kathi und Detti zu sehen. Ich freute mich. Aber es war dann Zeit, zu gehen. Auf wiedersehen und gute Nacht.