Nach ein bisschen Honen und Senken fuhr ich am Freitagnachmittag nach Köln. Es zog mich schon länger wieder dorthin. Da man kurz vor den Klausuren ja genug Zeit hat, machte ich mir einen entspannenden Tag am Rhein. Die Hinfahrt durch das Bergische Land war schon traumhaft und das lag nicht nur an den vielen netten Mädels, die dort herumliefen oder auf einen Bus warteten. Ich hatte seit langem mal wieder Gänsehaut. Die Fahrt über den Rhein versuchte an sehr wohliges Kribbeln, während ich nebenbei Kafkas „Die Verwandlung“ hörte.
Das Wetter passte, blauer Himmel und Sonnenschein versüßten den Tag am Dom. Ausschlaggebend für die traumhafte Zeit war sicher auch die junge Frau, die ich dort traf. Mit Yvonne stürzte ich die Hohe (Komödien-) Straße entlang, machte wirtschaftliche Exkurse durch die faszinierende Welt der Douglas Gruppe. Ich muss immer davon erzählen, wenn ich die Geschäfte sehen, kann da nichts machen. In einem Cafe trafen wir neben unfreundlichen Kellnern auch auf interessante Gemeinsamkeiten. Solange die Unterschiede nicht grün sind, sind die natürlich auch eine Bereicherung. Als wir das Lokal verließen, bekam ich direkt Angst. Wenn schon auf 6km/h-gedrosselte Autos Auffahrunfälle verursachen, was passiert dann erst, wenn man bei rot über die Ampel läuft?
Der Mausshop, die 4711-Quelle und die Oper, die auch ein Schauspielhaus ist, waren weitere Ziele auf dem Weg ans ruhige Wasser. Der Pegel war zwar enorm hoch, dass ich dachte, jeden Moment im Wasser weiter zu gehen, aber der besinnlichen Stimmung tat das keinen Abbruch. Es war ein schöner ruhiger Tag an dem Schweigen mehr Wert war als Reden. Das tat gut und war auch nicht ausschließlich wegen der Philharmonie. Ich freue mich auf den nächsten Besuch…