Fußball ist schnelllebig. Zu Beginn stand der FC Carl Zeiss Jena noch im guten Mittelfeld der zweiten Bundesliga. In der Abstiegszone wird es nun Zeit, ranzukrachen und den Klassenerhalt zu schaffen. Das Umfeld dafür ist da und der große Carl wacht mit seinen Blicken. Die starke Heimpräsentation gegen die Rot-Weißen aus Essen machte Hoffnung. In Paderborn wurde jetzt der nächste glückliche und notwendige 1:0 Auswärtssieg gefeiert. Die Zeichen stehen auf Kampf. Genauso unschön sieht die Situation des VfL Bochum in der Königsklasse des deutschen Fußballs aus. Wobei das auch nicht schwierg ist, wenn die Abstiegsplätze eigentlich schon auf Rang 10 beginnen. Die letzten Spiele wirkte die Mannschaft angeschlagen, sodass ich ich den Verein auf der Alm in Bielefeld ordentlich anfeuern wollte.
Der Tag begann gegen 11 Uhr, spät, aber gemütlich. Zum ersten Mal wurde es vor der Fahrt nach Bochum hektisch. Wie immer lief ich zu spät los und musste noch einen Abschlusssprint zur S-Bahn einlegen. Empfangen wurde ich von freundlichen Essener, die zusammen mit Kölner FC-Fans feierten. Bei dem ganzen rot, passte ich als blau(-gelb)-weiß-Gesinnter gut dazu. Ich glaube, wenn die Kölner die 5:0-Pleite erwartet hätten, wären sie den RWE-Fans anders entgegen getreten.
In Bochum haben wir auf die, zu dem Zeitpunkt noch bevorstehenden, Spiele gewettet. Die Jenaer-Quote  war prächtig. Für 10 Euro Einsatz hat man 40 kassiert. Scheinbar haben den Sieg nicht viele erwartet.
Bekannte Gesichter aus Mainz machten die Fahrt im Sonderzug nach Ostwestfalen sehr vertraut. Nicht ganz so feucht, umso energischer verlief die Fahrt. Bochum präsentierte sich mit breiter Brust. Das Stadion gefiel mir zwar nicht so sehr, aber die Bratwürste und Pommes schmeckten umso besser. Nach dem prächtigen 3:1 der Bochumer ging es zurück. Nachdem ein Döner meinen Magen füllen sollte, die Zubereitung aber zu lange dauert, mussten wir noch einen 2km-Sprint zum Hauptbahnhof einlegen – fast wie in der Realschule vor ein paar Jahren. Begleitet von der Polizei machte das aber großen Spaß, die extra für uns die Straße frei machten. Im Zug warteten wir dann noch 20 Minuten, bis der Zug endlich verspätet abfuhr. Ich liebe die Bahn!
Es war ein schöner Fußbal-Tag, so könnte das öfters laufen…