Wie fühlt man sich nach knapp 3 Stunden Musik vom anderen Stern bzw. eigentlich einer anderen Insel?
Das Robinson-Crusoe-Konzert des faszinierenden, ich nenn es mal so, Liedermachers Rainald Grebe war etwas Ungewohntes. Ungewohnt witzig. Ich war gestern Abend im Schwimmbad, da wo man in Umkleidekabinen auf Toilette geht. Die Location war schon ein Hit. Die hohe Luftfeuchtigkeit sehr angenehm. Und dann trat auch noch ein Künstler auf, der ein Bart aus Dichtungshanf trägt. Wer Interesse hat, den gibt es zur Zeit bei Hornbach im Angebot. Es war eine tolle Erfahrung, mit einem von der Heimat inspirierten Menschen um die Welt zu segeln. Alle waren dabei: Rauben, die übers Klavier krabbelten, Ronald McDonald und der Pizza-Lieferant von nebenan. Was ich mitnehme aus der Zeit gestörter hinten um die Ecke denkender Musik, ist einfach. a) Unterschiede, b) Anderssein, c) Sich manchmal in sich selbst hineinversetzen. Ein paar Stunden hat die Kultur in eine kulturlose Kulturhauptstadt kultig Kultur gebracht und begeistert. Irgendwann hat jede schöne Zeit ein Ende und Robinson geht wieder dahin, woher herkommt, ins Hotel Mama.
Achja, die Antwort auf die eingangs gestellte Frage – war nämlich keine rhetorische, die kommen nur am Schluss gut an – ist: Anders Neugeboren.