Archive for März, 2007

Hach. Irgendwie war ich extrem müdem aber schlafen -> impossible.
So entschied ich mich spontan mit Deme nach Dortmund zu fahren. Hauptsächlich wollten wir in die dortige Bibliothek, übrigens die Landesbibliothek Nordrhein-Westfalens, um Bücher für unsere Marketing-Hausarbeit zu besorgen. Am Hauptbahnhof trafen wir dann noch Marina, mit der wir dann gemeinsam die Papiersammlung studierten. Glückerlicherweise konnte ich meinen Kommolitonen überreden, auch noch einen kurzen Abstecher ins Zentrum zu machen. Was ja direkt vor der Nase liegt. Denn diese Zentralbibliothek befindet sich unmittelbar gegenüber vom Hauptbahnhof. An welchen gerade mächtig viel los war. Denn der ansässige schwarz-gelbe Fußballverein hätte sein Auswärtsspiel in Bielefeld und dessen Anhänger machten sich in die Züge.
Irgendwie war ich zum ersten Mal richtig begeistert von dieser Stadt. Das Wetter war klasse, auch Einiges los, jedoch nicht zu viel. Und die Krönung: Die holländischen Pommes in der Brückstraße wie immer gut und günstig. Ich wollte gar nicht mehr weg. Aus Trotz setzten wir uns noch auf eine Treppe und genossen die Mädels…Dabei philosophierten wir fröhlich über verschiedene Menschen, die aus unserer Gesellschaft ausgegliedert werden sollten.
Auf dem Heimweg am Westfalenpark vorbei und die Unterlagen für den Lizenzantrag in der zweiten Bundesliga vom BvB wegbringen sehen. Schön wars…

Nach einem recht gewöhnungsbedürftigen langen Donnerstag in der FH hatte ich noch Stress, um vor den Besuch von Tim und Jörg etwas zum Essen und Trinken zu bekommen. 45 Minuten blieben mir, bis ich total gehetzt ankam und ein mich ereilender Anruf mich schnell beruhigte. Mein Besuch verspätet sich noch etwas. So hatte ich genug Zeit noch entspannt zu baden und mich etwas frisch zu machen.
Als ich die Jungs vom Bahnhof holte, bekann ein feucht fröhlicher Abend bei dem sich alles um das weibliche Geschlecht drehte. Das ging los mit Gruscheln und endete exzessiv mit engen Körperkontakt beim späteren Tanzmarathon im Funpark. Irgendwann am Abend fuhren wir da nämlich hin. Im Bus plauterte ich nett mit dem Busfahrer, der mir nähere Informationen zu dieser Stadt, Deutschland und der Welt gab. Die Laune stockte kurz als die Security meine Freikarten nicht anerkennen wollten, aber durch rhytmische Bewegungen und etwas Bier ging das schnell bald wieder.
Ich habe keine Ahnung mehr, wann wir uns auf den Weg nach Hause machten. Tim und Jörg brachte ich zum Bahnhof und ich ging kurz in meine vier Wände, um den Alkoholgeschmack aus den Mund zu bekommen. Die Zeit mit den “Kollegen” war schön. Der Abend gelungen und die Freude auf baldige Wiedersehen groß. Zum Schlafen kam ich wegen der zu großen Unruhe nicht. Und dann klingelte auch noch der Wecker so früh. Total im Arsch, wie man das so schön sagt, machte ich mich also in die FH und folgte aufmerksam dem Marketing-Seminar. Hätte man sich auch sparen können, aber Anwesenheit zählt alles. Gerade, wenn diese überprüft wird…

Wir schreiben 8:55 Uhr. Lars und Martin kommen nach Hause. Es ist ja auch mal interessant, eine Story von hinten aufzurollen. Wie man merkt, lag eine lange Nacht hinter uns, jedoch noch vor Ihnen.
Am späten Nachmittag des gestrigen Tages erwartete ich Lars zu einem gemütlichen Abend. Das Fass Bier stand bereit, die Zigaretten vorgedreht und dann gings auch schon los – ohne viel Gnade. Wir saßen bzw. standen die meiste Zeit in der Küche, was ich im Nachhinein merkwürdig finde, aber gut wars allemal. Die Gespräche waren dennoch sehr standfest und intensiv. Es hat sogar ein wenig gekribbelt, aber das lag höchstwahrscheinlich am offenen Fenster und der dadurch resultierend schrecklich kalten eintretenen Luft. Da wir ständig den Bus verpassten, fuhren wir erst ein wenig später ins Zentrum. Über einen McDonalds-Besuch traten wir direkt in den Funpark. Lang war ich nicht mehr da und gefehlt hat mir auch überhaupt nichts. Die Nacht verging. Schnell. Zwischenzeitlich haben wir uns verloren und lange Zeit gesucht und dann doch auf der Tanzfläche wieder gefunden. Am frühen Morgen lernte ich dann noch einen symphatischen Kellner kennen, der ein bisschen über Hagen fluchte. Also wie ich immer, nur etwas krasser, da er die hier befindliche Bevölkerung angriff und alle als Idioten abstempelte. Beispiel “Hör’ mal zu. Hagen, was für’n dummes Kaff…Hier leben wahrscheinlich nur 4% – Nein – 3% normale Menschen”. Das würde mir in der Form nicht einfallen. Der Schluss könnte sein, dass die Stadt mehr aus sich machen könnte. Diese Unterhaltung hat uns noch länger aufgehalten.
Unter den letzten Gästen, gingen wir fröhlich zum Bus und legten uns erst kurz nach 9 Uhr zum Schlafen, was leider aufgrund der sonst so ungewöhnlichen Helligkeit in der Nacht schwer fiel…

Mein Glückwunsch geht an die “Stadt der Wissenschaft 2008″. Mein Glückwunsch geht an Jena. Die symphatische Stadt in Thüringen hat eben mehr zu bieten als öde Plattenbauten. Ich weiß es schon lang, aber hoffe umso mehr, dass Deutschland, Europa und die Welt noch Einiges dazu lernt. In der Reihe nach den Städten Bremen, Dresden und Braunschweig macht sich Jena, nach meiner Überzeugung, ganz hübsch.

Stadt der Wissenschaft 2008

Das Jenaer Team aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft entwickelte eine lebendige Präsentation, die den Jenaer Erfinder- und Unternehmergeist, die künstlerische Kreativität, den Mannschaftsgeist der Jenaer Netzwerke und die hohe Begeisterung für die Wissenschaft eindrucksvoll zeigte.
Ich freue mich auf viele interessante Veranstaltungen, die sich sicherlich ideal mit den Ferierlichkeiten zum 450. Universitätsjubiläum der Friedrich-Schiller-Universität Jena ergänzen.

270 Minuten = 4,5 Stunden = 0,2 Tage

Claudi, was ist denn da passiert? Mein Gott haben wir am gestrigen Tag lang telefoniert. Solch extreme Gespräche sind schon einige Zeit her. Ich hätte fast gedacht, durch dieses zeitintensive Studium ist soetwas gar nicht möglich. Das faszinierende ist, das es keine Sekunde langweilig war. Es bestätigt das Vorurteil vieler, dass mit mir keine kurzen Gespräche möglich sind. Aber auf der anderen Seite habe ich kurze Telefonate von wenigen Minuten dazwischen geschoben.
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis wir uns wieder etwas zu erzählen haben :)

Manchmal passiert in meinem kleinen Menschenleben so viel, dass ich nicht in der Lage bin, das in Worte zu fassen. So auch die Geschehnisse der letzten Wochen.
Neben der ruhigen Vorbereitung auf die Java-Zertifizierung ist so Einiges vorgefallen.

Donnerstag
Ich bin extra früh aufgestanden, um in Ruhe einkaufen zu gehen und mit nochmal im Fitnessstudio ausdauernd zu betätigen. Denn dazu komme ich in letzter Zeit traurigerweise nur sehr selten. Für den Abend hat sich nämlich Tim angekündigt. Wir wollten uns mal eine gemütlichen Abeend machen und zu später Stund eine tanzbare Veranstaltung aufsuchen. Das Ganze begann recht ruhig mit dem Versuch, Tims Rechner wieder flink zu machen. Danach lief das Faß, Bockbier, Ramazotti und das sächsiche Vereinsgebräu des FSV Zwickau.
Schneller als “Bochum” vorbei war und Dörte den Ausweg aus der Spaßgesellschaft fand, waren wir schon auf dem Weg ins Hagener Zentrum. Wie Martin so ist, hat er natürlich die Eintrittskarten vergessen. Aber zum ersten Mal traf ich auf freundliche Hagener Bürger, die uns nicht im Regen stehen lassen wollten und uns gütigerweise eine abgaben.
Den restlichen Abend verbrachten wir zu großem Teil auf der Tanzfläche und shakerten mit netten Mädels. Was wir deutlich machten, war unsere Meinung, dass nicht nur das Aussehen für amüsanten Kontakt zählt.
Irgendwann in der Nacht war das Ende unvorhersehbar plötzlich. Und wie aus dem nichts, lagen wir im Bett. Selbstverständlich in zwei verschiedenen. Schön wars gewesen, der Kopf tat weh und alles wird hoffentlich bald wieder gut. Die nächste Etappe wird Samstag geschlagen.

Freitag
Der Freitag wurde verschlafen. Ein Tag kann enorm schnell vergehen, wenn man die Augen zulässt.

Samstag
Der große Samstag. Einen solchen Tag versuche ich einzuführen. Wobei mir Donnerstag besser gefällt, da man im Alter auch länger braucht sich vom Feiern zu erholen.
Mittags war ich mit dem Quedlinburger Tim in Bochum verabredet. Wir wollten mal wieder die Innenstadt unsicher machen – Was im Regen recht blöd war. Aus diesem Grund wurde der Plan auch schnell umgeworfen und kurzerhand die Neue Mitte Oberhausen (auch bekannt als CentrO) als Ziel definiert. In gewohnter Ruhe schlichen wir durch die Läden. Tim ist nicht so der Typ zum Einkaufen und hat schnell die Lust verloren, sich von den Information überfluten zu lassen. Ich fand es nur ein wenig erdrückend, da das Center zum Samstagnachmittag immer extrem überfüllt ist. Und das zeigt nicht nur, dass man min. eine halbe Stunde braucht, um einen freien Parkplatz zu finden. Mein letzter Besuch im CentrO war nicht so toll. Tim hat also sein Bestes gegeben. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, da ich später noch mit dem Sprockhövler Tim verabredet war. Und da ging es auch fluchs hin.
Erstmal sahen wir zu, dass die Technik wieder in Schwung kam. Und schneller als man denkt, geht man einkaufen und verliebt sich. Brot und Würtchen waren der Anlass und unglaubliche Begeisterung gewisser Kassiererinnen das Ende. Bevor es zu Jörg ging, wollte ich mich noch umziehen und ein bisschen frisch machen. Die halbe Stunde Zähneputzen brachte Tim um den Verstand. Aber ich glaube, im Endeffekt nahm er es mit Humor. Naja, schön wars. Ich stand nur sehr unter Druck als Tim hinter mir saß und mich beim Haardesign beobachtete.
Bei Jörg durfte ich das erste Mal Quartern. Dieses für mich ungewöhnte skrupellose Saufspiel lief mich schnell durcheinander werden. Ich nenn es mal so, denn obwohl es kein Verlieren im üblichen Verständnis gibt, musste ich innerhalb kürzester Zeit eine Menge trinken. Eine große Freude für mich war es auch, meinen liebsten Jörg endlich wieder zu sehen. Eine große Freude überkam mich. Aber der Rest blieb drin.
Mit dem Bus und einem kurzen Spaziergang ging es später ins Kleinbeck bzw. Kei2. Hab ich das richtig geschrieben? Dort verbrachten wir unsere Nacht. Mit Tims Bruder Nils, Helmes und Co. rockten wir das Haus. Obwohl ich zwei intensive Gespräche mit Mädels geführt habe, war die Begegnung des Abends der Türsteher aus Jena. Ist doch toll, wenn man auch mal auf normale Menschen trifft. Denn die anderen fanden mich nach dem Sieg des Dance Contests nicht mehr so witzig. Vielleicht hab ich durch mein Tanzen enorm provoziert, aber das ist noch kein Grund, mich verprügeln zu wollen. Die letzten 20-30 Leute hatte das vor. Sie suchten immer nach dem Typen mit dem bunten Schal. Zum Glück konnte Nils mein Leben retten. Er kannte sie alle. Es sind nach seiner Aussage seine ”Freunde”, solch herzliche nette Menschen.
Es war ein turbulenter gemütlicher Abend, der ziemlich lang dauerte. Auch faszinierend fand ich ein Telefongespräch mit einer Person, von der ich lang nichts hörte. Ich bin gespannt, welche Auswirkungen dieses Gespräch hat. Nils Freundin holte uns dann ab und die Träume von der Rewe-Mitarbeiterin begannen…