Wir schreiben 8:55 Uhr. Lars und Martin kommen nach Hause. Es ist ja auch mal interessant, eine Story von hinten aufzurollen. Wie man merkt, lag eine lange Nacht hinter uns, jedoch noch vor Ihnen.
Am späten Nachmittag des gestrigen Tages erwartete ich Lars zu einem gemütlichen Abend. Das Fass Bier stand bereit, die Zigaretten vorgedreht und dann gings auch schon los – ohne viel Gnade. Wir saßen bzw. standen die meiste Zeit in der Küche, was ich im Nachhinein merkwürdig finde, aber gut wars allemal. Die Gespräche waren dennoch sehr standfest und intensiv. Es hat sogar ein wenig gekribbelt, aber das lag höchstwahrscheinlich am offenen Fenster und der dadurch resultierend schrecklich kalten eintretenen Luft. Da wir ständig den Bus verpassten, fuhren wir erst ein wenig später ins Zentrum. Über einen McDonalds-Besuch traten wir direkt in den Funpark. Lang war ich nicht mehr da und gefehlt hat mir auch überhaupt nichts. Die Nacht verging. Schnell. Zwischenzeitlich haben wir uns verloren und lange Zeit gesucht und dann doch auf der Tanzfläche wieder gefunden. Am frühen Morgen lernte ich dann noch einen symphatischen Kellner kennen, der ein bisschen über Hagen fluchte. Also wie ich immer, nur etwas krasser, da er die hier befindliche Bevölkerung angriff und alle als Idioten abstempelte. Beispiel „Hör‘ mal zu. Hagen, was für’n dummes Kaff…Hier leben wahrscheinlich nur 4% – Nein – 3% normale Menschen“. Das würde mir in der Form nicht einfallen. Der Schluss könnte sein, dass die Stadt mehr aus sich machen könnte. Diese Unterhaltung hat uns noch länger aufgehalten.
Unter den letzten Gästen, gingen wir fröhlich zum Bus und legten uns erst kurz nach 9 Uhr zum Schlafen, was leider aufgrund der sonst so ungewöhnlichen Helligkeit in der Nacht schwer fiel…