Manchmal passiert in meinem kleinen Menschenleben so viel, dass ich nicht in der Lage bin, das in Worte zu fassen. So auch die Geschehnisse der letzten Wochen.
Neben der ruhigen Vorbereitung auf die Java-Zertifizierung ist so Einiges vorgefallen.

Donnerstag
Ich bin extra früh aufgestanden, um in Ruhe einkaufen zu gehen und mit nochmal im Fitnessstudio ausdauernd zu betätigen. Denn dazu komme ich in letzter Zeit traurigerweise nur sehr selten. Für den Abend hat sich nämlich Tim angekündigt. Wir wollten uns mal eine gemütlichen Abeend machen und zu später Stund eine tanzbare Veranstaltung aufsuchen. Das Ganze begann recht ruhig mit dem Versuch, Tims Rechner wieder flink zu machen. Danach lief das Faß, Bockbier, Ramazotti und das sächsiche Vereinsgebräu des FSV Zwickau.
Schneller als „Bochum“ vorbei war und Dörte den Ausweg aus der Spaßgesellschaft fand, waren wir schon auf dem Weg ins Hagener Zentrum. Wie Martin so ist, hat er natürlich die Eintrittskarten vergessen. Aber zum ersten Mal traf ich auf freundliche Hagener Bürger, die uns nicht im Regen stehen lassen wollten und uns gütigerweise eine abgaben.
Den restlichen Abend verbrachten wir zu großem Teil auf der Tanzfläche und shakerten mit netten Mädels. Was wir deutlich machten, war unsere Meinung, dass nicht nur das Aussehen für amüsanten Kontakt zählt.
Irgendwann in der Nacht war das Ende unvorhersehbar plötzlich. Und wie aus dem nichts, lagen wir im Bett. Selbstverständlich in zwei verschiedenen. Schön wars gewesen, der Kopf tat weh und alles wird hoffentlich bald wieder gut. Die nächste Etappe wird Samstag geschlagen.

Freitag
Der Freitag wurde verschlafen. Ein Tag kann enorm schnell vergehen, wenn man die Augen zulässt.

Samstag
Der große Samstag. Einen solchen Tag versuche ich einzuführen. Wobei mir Donnerstag besser gefällt, da man im Alter auch länger braucht sich vom Feiern zu erholen.
Mittags war ich mit dem Quedlinburger Tim in Bochum verabredet. Wir wollten mal wieder die Innenstadt unsicher machen – Was im Regen recht blöd war. Aus diesem Grund wurde der Plan auch schnell umgeworfen und kurzerhand die Neue Mitte Oberhausen (auch bekannt als CentrO) als Ziel definiert. In gewohnter Ruhe schlichen wir durch die Läden. Tim ist nicht so der Typ zum Einkaufen und hat schnell die Lust verloren, sich von den Information überfluten zu lassen. Ich fand es nur ein wenig erdrückend, da das Center zum Samstagnachmittag immer extrem überfüllt ist. Und das zeigt nicht nur, dass man min. eine halbe Stunde braucht, um einen freien Parkplatz zu finden. Mein letzter Besuch im CentrO war nicht so toll. Tim hat also sein Bestes gegeben. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, da ich später noch mit dem Sprockhövler Tim verabredet war. Und da ging es auch fluchs hin.
Erstmal sahen wir zu, dass die Technik wieder in Schwung kam. Und schneller als man denkt, geht man einkaufen und verliebt sich. Brot und Würtchen waren der Anlass und unglaubliche Begeisterung gewisser Kassiererinnen das Ende. Bevor es zu Jörg ging, wollte ich mich noch umziehen und ein bisschen frisch machen. Die halbe Stunde Zähneputzen brachte Tim um den Verstand. Aber ich glaube, im Endeffekt nahm er es mit Humor. Naja, schön wars. Ich stand nur sehr unter Druck als Tim hinter mir saß und mich beim Haardesign beobachtete.
Bei Jörg durfte ich das erste Mal Quartern. Dieses für mich ungewöhnte skrupellose Saufspiel lief mich schnell durcheinander werden. Ich nenn es mal so, denn obwohl es kein Verlieren im üblichen Verständnis gibt, musste ich innerhalb kürzester Zeit eine Menge trinken. Eine große Freude für mich war es auch, meinen liebsten Jörg endlich wieder zu sehen. Eine große Freude überkam mich. Aber der Rest blieb drin.
Mit dem Bus und einem kurzen Spaziergang ging es später ins Kleinbeck bzw. Kei2. Hab ich das richtig geschrieben? Dort verbrachten wir unsere Nacht. Mit Tims Bruder Nils, Helmes und Co. rockten wir das Haus. Obwohl ich zwei intensive Gespräche mit Mädels geführt habe, war die Begegnung des Abends der Türsteher aus Jena. Ist doch toll, wenn man auch mal auf normale Menschen trifft. Denn die anderen fanden mich nach dem Sieg des Dance Contests nicht mehr so witzig. Vielleicht hab ich durch mein Tanzen enorm provoziert, aber das ist noch kein Grund, mich verprügeln zu wollen. Die letzten 20-30 Leute hatte das vor. Sie suchten immer nach dem Typen mit dem bunten Schal. Zum Glück konnte Nils mein Leben retten. Er kannte sie alle. Es sind nach seiner Aussage seine „Freunde“, solch herzliche nette Menschen.
Es war ein turbulenter gemütlicher Abend, der ziemlich lang dauerte. Auch faszinierend fand ich ein Telefongespräch mit einer Person, von der ich lang nichts hörte. Ich bin gespannt, welche Auswirkungen dieses Gespräch hat. Nils Freundin holte uns dann ab und die Träume von der Rewe-Mitarbeiterin begannen…