Freitagmorgen: Planung. Die frühste Vorlesung der Woche findet Freitagnacht um 08:00 Uhr statt. Wohl gelaunt quält man sich jede Woche wieder raus und verfolgt gespannt die (Ver-)Planung unserer Professorin. In dieser Woche wurde die komplette Planung aufgrund von Kommentaren von Herrn Greß umgehauen. Am verlängerten Wochenende hatte ich vor, meine Marketing-Hausarbeit zu beenden. Und was kam, der spontanste Jena-Besuch aller Zeiten. Eine Viertelstunde nach Vorlesungsschluss war ich schon fast auf der Autobahn. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber es war toll. Ohne mir großartig Gedanken zu machen, fuhr ich los.

Freitagnachmittag
Auf der Fahrt nach Thüringen telefonierte ich ein bisschen, um verschiedene Menschen für Treffen zu animieren. Was natürlich durch meine spontane Art manchmal nicht so einfach ist. Lustig war, dass niemand für mich Zeit hatte. In Jena angekommen, fuhr ich als erstes zu Melle, die sich normalerweise auf Arbeit langweilig, aber diesmal hatte sie kaum 5 Minuten, um kurz mit mir zu reden. Fand das irgendwie witzig. Von meiner guten Laune brachte mich das nicht ab. Die 30°C Umgebungstemperatur taten ihr Bestes dazu, die netten Leute noch mehr. Ich spazierte also durch die Strassen und wartete den Feierabend einiger Freunde ab. Natürlich blieb genug Zeit, um mich in mein geliebtes Paradies zu setzen. Von dort aus war der Weg zum Station auch nicht mehr weit.

Ausgerüstet im passenden Dress ging die große Show los. Der FC Carl Zeiss Jena spielte gegen den MSV Trotteldorf aus Duisburg. Zu der Partie möchte ich nur so viel sagen: 3:0 nach 45 Minuten, 3:3 nach 92 Minuten.
Nachdem ich mein Auto in den Kernberge wiedergefunden hatte, fuhr ich nach Jena-Ost. Ich wollte mich in aller Seelen Ruhe umziehen, denn abends zieht es meist in kurzer Kleidung. Von dort aus holte ich Madeleine und Freundinnen ab, mit denen ging es zum Burger Meister McDonalds. Und dann kämpften wir uns auch schon durch tausende wartende Gäste, um einen Parkplatz zu finden. Unser Ziel: Der Tunnel. Im neuen Autobahntunnel Jena-Lobedas sollte die größte Party seit langem steigen. Mit wem auch immer ich vorher wieder diese Feier geredet habe, jeder wollte hin. Außer Tim, der muss auch weiterhin immer etwas anders sein. Auch Claudi wollte ich dort treffen, nach einem kurzen Handy-Gespräch traf ich sie und ihre Prosecco-Girls in der Jenaer Innenstadt. Auf der Wiese. Die Mädels und der Essener RWE-Fan (Name ist mir leider entfallen) waren gut drauf und vor allen Dingen laut. Ich hab selten Mädels so durch die Straßen plärren hören. Nach einem Abstecher zum Italiener ging es auf die Party vom Mark. Die Studentengemeinschaft sollte für dicke Luft. Später saß mir auch noch Matthias gegenüber, den ich allerdings nicht erkannte. Und er wollte mich aus bestimmten Gründen sicher nicht kennen.

Später fuhren wir dann tatsächlich auch noch auf die Tunnel-Party. Das Hereinkommen hat beim zweiten Anlauf auch nicht mehr so lange gedauert, obwohl die Polizei das Gebiet abgeriegelt hat und keiner mehr in die Nähe der Feier durfte. Ausnahmen gibt es immer wieder. Die Party an sich war nichts besonderes. Das Feeling war durch den Tunnel warm und stickig, im Freien jedoch zu kalt. Da ich allerdings zahlreiche Leute nach Ewigkeiten wiedersah, hat dich das gelohnt. Melanie, Schippy, Petra, Mandy, um nur Einige zu nennen. Tina musste leider schlafen 🙂
Irgendwann in der frühe brachte ich dann die Prosecco-Girls nach Hause und der Heimweg kam auch für mich immer näher. Als ich bei meinen Eltern ankam, gegen 5 Uhr, konnte ich glücklicherweise meine Mum aus dem Bad klopfen. Ich hätte sonst keine Möglichkeit gehabt, rein zu kommen und da sie schon frisch für die Arbeit war, passte das gut.
Aber dann kam der verdiente Schlaf…