Auf zwei kurzen Veranstaltungen in der FH, konnte ich den Tag nutzen, um mit meiner Hausarbeit weiter zu kommen. Das klappte auch relativ gut. Am späten Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg zu Tim. Die gefühlte Temperatur lag bei 35°. Da kurz vor meiner Abfahrt der Postbote klingelte und ein lang ersehntes Paket brachte, verzögerte sich der Start um eine Viertelstunden, aber es sollte noch schlimmer kommen. Ich war aufgrund sehr ungünstiger Verkehrslage, selten großen Verkehrunfällen und Umleitungen fast 2 Stunden bis Bochum unterwegs. Martin hat sich an den Verkehr gewöhnt und mittels einer Klimaanlage ist die lange Zeit auch irgendwie zu ertragen. Blöd nur, weil wir eigentlich noch etwas shoppen wollten und auf Freitag, den 13. kann man auch nicht alles schieben.

Nachdem ich dann endlich ankam, tranken wir mit Tims Mum noch einen Kaffee und auf gings zurück in den Stau. So verbringt man einen Freitag im Ruhrgebiet. Obwohl nicht mehr soo viel Zeit bis zum Ladenschluss blieb, nutzten wir sie optimal. Wir klapperten alle potenziellen Läden ab und konnte auf der abschließenden Kauftour zu schlagen. Bei mir war es einmal „Pommes Majo – Normal“, bei Tim jedoch etwas mehr. Danach schlenderten wir noch durch die Straßen und wollte uns zu guter Letzt im Bermuda-Dreieck einfinden. Die diesjährige Premiere der Bermuda-Abende war voll. Nicht nur wir allein hatte die Idee, noch etwa 20000 andere. Wenn man zur Primetime versucht, einen Tisch zu finden, kann es mitunter bis Mitternacht dauern. Irgendwann wurde wir tatsächlich fündig, der Tisch zwischen 20 anderen, Platz: Null. Wir musste den Tisch heben, um an die Stühle zu kommen, unglaublich eng. Einmal drin, hieß nie wieder raus. Wir plauderten über Frauen, komische Werbe-Tussis (die keine Ahnung von dem hatten, was sie eigentlich tun) und unseren eigentlich göttlichen Stress. War ein gemütlich warmer Abend mit tollen Sternen am Himmel. Nicht alt so spät fuhren wir dann zu Tim.

Der Kleine ging direkt schlafen, ich schrieb noch kleine Romane. Und Telefonierte mit netten Menschen vom Rhein. Schlafen konnte ich nicht wirklich, irgendetwas lag in der Luft, was mich nicht zur Ruhe brachte. Wahrscheinlich war es eine allergische Reaktion. Dummerweise hatte ich keine Gegenmittel und machte mich aus diesem Grund um 5 Uhr dann doch noch auf den Weg nach Hagen. Dann ging das Atmen zwar wieder super, nur die Müdigkeitsphase hatte ich seit langem überwunden. Also direkt weiter mit der Hausarbeit. so schöpft man alles aus der Zeit. Immerhin war vom gestrigen Stau noch einiges wieder aufzuholen…