Harte Zeiten sind angebrochen. Harte Zeiten kennen die meisten Leute aus der Geschichte des Fußball in Ostdeutschland. Dynamo Dresden ging vor nicht alt so langer Zeit in Involvenz und flog aus der Bundesliga in das Oberhaus des Provinzfußball.
So schlimm sieht es beim Traditionsverein FC Carl Zeiss noch nicht aus. Der Verein ist schuldenfrei und wirtschaftlich gut aufgestellt. Und gerade auf dem Weg zurück in den etablierten Spitzenfußball. Der Verein gewann die letzten 3 Jahre eigentlich permanent, stieg von der Oberliga zur 2. Bundesliga auf, hat es allerdings nun richtig schwer. Nach einem hervorragenden Beginn kam ein gewaltiger Einbruch und etwas Pech. Jetzt, noch sieben Spiele vor Saisonende geht es richtig an die Wurst. Das Saisonziel Klassenerhalt liegt vor der Nase, nur muss die komplett umgebaute frische Mannschaft extrem an Zahn zulegen und schneller ankommen als die Gegner. Der Optimismus ist ungebrochen und Fans genauso wie die wirtschaftliche Unterstützung tun alles. Die Möglichkeiten sind da, die spielerische Leistung gut und ausbaufähig. Der Anfang kann gleich Sonntagmorgen gemacht werden. Auf nach Fürth, zu den Kleeblattsammlern, die nebenberuflich ihre Zeit im Playmobil-Park verbringen. Ich hoffe mal, die Spieler von Greuther Fürth tragen noch ihre legendären Holzschuhe (siehe Vereinsgeschichte) und kommen vorwärts wie Rainer Calmund beim New-York-Marathon…

 

Jetzt aber, auf gehts FC Carl Zeiss

© Horda Azzuro