Du stehst im Regen und es regnet an dir vorbei. Die eine Möglichkeit, dieses Phänomens ist natürlich ein Schirm. Da ich persönlich strickter Schirm-Gegner bin, ist das ausgeschlossen. Gestern Abend saß Lars mit mir in meiner Wohnung. Mit Zigarette und feinem Weizen beobachteten wir die Schauspiele der Natur außerhalb der 4 Wände. Es krachte und blitze. Mit gedämmertem Licht kam gemütliche Stimmung auf. Was dann fast noch unserem Kinobesuch zum Platzen brachte.
Obwohl die letzten Tage recht ruhig waren – jedenfalls im Vergleich zu den letzten Wochen – bin ich etwas geschlaucht. Claudi meint, es liegt am Wetter. Rentner begründeten ihre moralischen Schwierigkeiten auch oft durch diese Einflüsse. Man wird halt älter. Und das merkt man eben nicht nur nach einer durchzechten Nacht.
Jetzt sitze ich hier, bin schon den ganzen Tag mit Sinnlosigkeiten besschäftigt. Ich höre Grönemeyer, bin über die Dauerkarten-Preise des VfL Bochum erstaunt und will Rainald Grebe wiedersehen. Er ist, habe ich heute in der Online-Ausgabe der renomierten Zeitung „Die Welt“ gelesen, der beste Liedermacher Deutschlands. Gut, das es nicht nur mir so geht. Nach einem Interview mit dem Künstler weiß ich zwar, dass alle Texte eigentlich vollends ernst zu nehmen sind – womöglich sogar aus seinem traurig und dennoch erfolgreichen Leben berichten – aber ich werde weiter von ganzem Herzen loskrächzten, wenn „Es gibt Länder, wo was los ist…“ erschallt.
Das Wochenende, der Feiertag inklusive, wird wohl spurlos an mir vorbei gehen. Ich habe es jedoch geschafft, in einen seelischen Einklang zu kommen. Was unter Anderem durch verschiedene Beiträge auf meinen Websites oder Änderungen an den dahinterstehenden Content-Management-Systemen (kurz CMS) begründet ist. Nicht zu unterschätzen natürlich die wunderschönenn Telefonate. Ich denke nach und sitze hier. Fast wie in alten Zeiten, fehlt nur noch das sich irgendwelche Christinas, Jule’s oder Barbie’s auftun…

Mädchen

„Wer traut sich zu erst über den See?“