Archive for Juni, 2007

Seit 30 Monaten erstatte ich regelmäßig Berichte aus dem Weltgeschehen, meiner Gedanken und meinem Leben. Verfolgt man die Eintragungen über längere Zeit, so könnte man denken, ich bin ruhiger geworden. Das ist richtig, aber dies ist eher die Anpassung an eine traurige Stadt, die überschuldet ist und Menschen, die eher in sich gekehrt als offen sind. Eine Stadt investiert geliehenes Geld (Kredite) in waaghälsige Aktien und verliert dadurch weiter an Finanzkraft. Eine Stadt, über die ganz Deutschland lacht, titelt sogar schon “Die Zeit”. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich schmunzeln. Aber deprimieren lasse ich mich nicht, hoffentlich geht das der Stadt ähnlich. Die Chancen der Zukunft sollten genutzt werden.
Nachdem ich in Vergangenheit oft von Positivmeldungen des Wirtschaftwunders Jena geschrieben habe, werde ich das Gefühl nicht los, mit meinen Gedanken nach unten gezogen zu werden. Jedoch verspricht die kommende Zeit einiges: Java, mySQL, ABAP und RFID. Die Fachhochschule versucht mich, an der Existenz zu halten. Denn immerhim schafft sie es, dass ich oft auch nette Dinge über die Aufbruchsstimmung im Ruhrgebiet und Deutschland schreiben kann.
Es geht weiter nach oben. Wer kann es nicht spüren?

Mein Gott, so war das alles nichtt gedacht. Dennoch muss ich sagen, es hat sich gelohnt. Normalerweise verplante ich das Wochenende bereits mit wunderschönen Lernetappen. Immer wieder interessant, wie der Einstieg in ein Wochenende am Freitag das gesamte Wochenende vorprogrammiert. Verbringt man einen ruhigen Abend, so wird das gesamte Wochenende ziemlich ruhig. Geht man Freitagabend etwas Feiern, so kann der Rest eines Wochenendes nur noch zur Regenerierung genutzt werden. Ein Phänomen, gegen welches ich leider nicht ankomme.

Der Freitag war recht kurz. Somit bliebe der gesamte Tag, um sinnvolle Dinge zu veranstalten. Da ich leider in der davorliegenden Nacht erst nach 3 Uhr zum Schlafen kam, jedoch 7:20 Uhr bereits der Wecker klingelte, fühlte ich mich nicht alt so fit. Ein Mittagsschlaf musste also her. Der dauerte leider fast 4 Stunden. Im Winter wäre es direkt wieder düster gewesen. Trotz extremer Regenschauer planten Lars und ich einen Besuch der Gevelsberger Kirmes.

Pünktlich erscheinen fuhren wir noch fix zum Kaufland (Ja, solch Einkaufsmärkte gibt es tatsächlich auch in Nordrhein-Westfalen!), um uns mit den wichtigstens Elementen des Abends einzudecken: Bier und Schnaps. Als Grundlage für die bevorstehende Magendusche dienten ein paar Schinkenwüste aus Verl. Lars’ Oma fuhr seinen Onkel und uns dann zum sogenannten “Warm-Up”. Ein Begriff, welcher auch als Vorsaufen oder Vorglühen bekannt ist. Ich lernte viele nette Leute kennen, dessen verschiedene Namen aufgrund der Fülle bereits wieder verschollen sind.
Als der Monsun-Regen dann langsam nachließ, zogen wir los. Als ich eine Berg-und-Tal-Bahn sah, zwang ich Lars und mich, damit fahren. Mein Rucksack wäre zwar fast aus dem Fahrgestell geworfen wurden, aber das konnten wir noch irgendwie verhindern. Was ich bemerkenswert fand, waren die extreme Zentrifugalkräfte. Ich glaube, Lars fühlte sich durch mich etwas bedrängt. Mir war es nicht möglich, mich irgendwo festzuhalten. Unglaublich. Naja, wenn man bedenkt, dass ich solche Fahrgeschäft nicht mag, hatten wir ne Menge Spaß. Auf den Weg zum anderen Teil der Truppe, musste wir nämlich noch den Breakdance mitnehmen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Leben nochmal mit diesen “Dingern” fahren würde.

Später fanden wir dann Lars’ Onkel auch wieder. Weil sich mein Magen plötzlich umgedreht hat, verzog ich mich recht schnell in eine Abstellkammer und saß dort einige Zeit auf einer Leiter. Da dieses Gefühl schnell wieder verflogen war, sollte es weiter gehen. Wär ja auch schade gewesen, wenn ich dadurch “Sunny” verpasst hätte. Mit ihm verstand ich mich auf Anhieb blendend, was wahrscheinlich an seinem Zeit-Abonnement lag ;)
Als es dann mit der Musik zu Ende ging, haben wir noch sehr freundliche Menschen kennengelernt. Meine Symphatie war direkt da. Die meisten Leute hätten Angst vor ihnen gehabt, aber die angeblichen Mathematik-Studenten machten einen guten Eindruck. Auch, wenn ich keine sinnvollen Gespräche führen konnte, zeigte mir das wieder, dass nicht der erste Eindruck eines Menschen zählt.

Danach war der Abend schnell vorbei. Wir traten den Heimmarsch an. Als wir uns am Zigarettenautomaten noch für den Heimweg eindecken wollten, hatten wir Schwierigkeiten: kein Kleingeld. Nach einigen Versuchen, wurde wir dann von einem freundlichen Paar sogar beschenkt. Ich war begeistert. Scheinbar so sehr, dass der Herr nach kurzer Zeit zu mir meinte: “Martin, geh bitte weiter!”
Der Heimweg kam mir vor wie der New York-Marathon. In irgendeinem Wohngebiet trafen wir sogar noch Leute. Plötzlich fiel mir ein, den restlichen Weg zu rennen. Das hielt ich jedoch nicht lang durch, sodass ich kurze Zeit später “auf der Straße lag”. Der Weg war dann nicht mehr lang und schnell waren wir im Bett.

Die Wirtschaft floriert. Es geht bergauf, man kann es spüren. Der Beweis dazu zeigt sich auch in meinem Aktien-Portfolio. Aus Risiko handelt es sich zwar nur um ein imaginäres Konto, welches jedoch auf die tatsächlichen Börsenvorgänge reagiert.

 

Mein Aktiendepot

  

Vor 2 Jahren, zu Beginn meines Studiums, wollte ich in Aktien investieren. Aufgrund eines schlechen Online-Brokerage-Angebot der Sparkasse tat ich es nicht. Es hat sich als Fehler herausgestellt.
Als Glück würde ich es nicht bezeichnen, da ich ausschließlich längerfristig angelegt habe. Es zeigt deutlich mein ausgewogenes wirtschaftliches Verständnis und gewisse Finanzkenntnisse. Aus 5.000 Euro wären so 25.000 Euro geworden, was auf überdurchschnittliche Wachstumsraten der Aktien meiner Kern-Märkte zurückzuführen ist. Naja, ich werde den Märkte im Auge behalten ;)

Was habe ich nur mit meinem Körper angerichtet? Seit einigen Tagen bin ich aufgrund zu geringem Schlafanteil einfach müde. Das kann ja sein. Das Wetter tut durch seine beständige Grauheit sein Bestes dazu. Nur hat sich mein Problem im Moment intensiviert.
Wenn man selbst nach dem dritten Espresso, der schwarz wie die Nacht und stark wie Arnold Schwarznegger Ende der 80er Jahre ist, direkt einschläft, haut irgendwas nicht hin. Entweder man hat mir statt Espresso Diät-Kaffee verkauft oder ich bin mittlerweile echt resistent. Jetzt könnte man natürlich hergehen und an hartete Sachen denken, um munter/fit zu bleiben. Aber ich will mal etwas ganz anderes versuchen.  Es ist nicht nur gesünder, sondern wahrscheinlich auch leckerer. Mit schwebt eine Obst-Schock-Therapie vor. Mein baldiger Besuch im Obstfachgeschäft wird mir sicher einige Ideen dafür liefern. Über das Ergebnis werde ich an dieser Stelle sicherlich berichten. Liest man diese Zeilen, könnte man denken, ich habe schon so einige ungesunde Dinge geschluckt. Dem ist nicht so. Beschäftigt man sich nachts um 2 Uhr mit Programmierung, träumt davon, verzweifelt am Morgen aufgrund der noch nicht möglichen Problemlösung und stellt mittags fest, man hat einfach nur ein Wort falsch verstanden, dreht sich der Kopf auf einmal um. Man hat plötzlich keine Schwierigkeiten mehr, Wörter falsch zu lesen, aber verwechselt ständig Sachverhalte. Zu viel Input schafft schnell Überlastung. Und diese endet in einem Beitrag wie diesem.
Ob ich mich schon von einer Therapie-Stunde beim Psychologen berichte, wird sich zeigen ;)

Google kennt jeder. Google ist gut, dass kann keiner bestreiten. Für spezielle Themen mag es wohl in ihrem Bereich noch bessere Suchmaschinen geben, aber warum immer wechseln, wenn es auch einfach geht. So denken jedenfalls etwa 90% der Internetnutzer und schwören auf den Marktführer. Im Rahmen meiner Arbeit über Suchmaschinen-Marketing habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Dabei bin ich auch auf folgende interessante Alternative gestoßen:

Kartoo Suchergebnis

Die Meta-Suchmaschine Kartoo (Meta steht für die Verknüpfung mehrerer Suchdienste, auch Google) bereitet die Suchergebnisse grafisch auf. Hierbei werden relevante Wörter (sog. Keywords), welche auf mehr verschiedenen Webseiten vorkommen in einer Art Mind Map aufbereitet. Große Bildschen stehen für wichtige, sehr relevante Seiten. Die Top-Seiten, welche von Google kommen, werden sogar mit einem Sternchen versehen. Die Beziehung der Ergebnisseiten wird durch die verbindenden Linien deutlich.
Ich kann nur empfehlen, diese Suchmaschine unbedingt einmal zu testen. Und wie schon erwähnt, sie sieht nicht nur hübsch aus…

www.kartoo.com

“Gegensätze ziehen sich an – auch innerhalb der Persönlichkeit.” war die Botschaft des Tages im StudiVz. Das erinnert mich stark an mein Haustier Martin. Ich stelle durch meine ständigen Selbstgespräche auch eine gespaltene Persönlichkeit dar. Aber uns macht das nichts mehr aus…

Jetzt fange ich schon an, meinen Müll zu fotografieren, um Abwechslung in unsere gestörte Beziehung zu bekommen!
Ich hoffe, man versteht es :)

Meine persönliche Beziehung zu Eiern sieht noch nicht so gut aus. Auf jeden Fall: Ausbaufähig. Die Sache ist einfach, dass ich nie Eier gegessen habe. Wie soll man denn etwas mögen, dass man nicht kennt. Und dann kam einst der Tag. Nach einer Übernachtung bei Lars stand an meinem Frühstück-Platz am morgen ein Ei. Hübsch im Eierhalter oder -ständer oder wie auch immer sich dieses Teil nennt. Ich war natürlich skreptisch, probierte dennoch. Es war nicht schlimm. War mir eben vom Geschmack her bis jetzt unbekannt. Und nun zur eigentlichen Geschichte.
Am Freitagabend kurz vor Ladenschluss bekam ich ohne vorherige Andeutung extremen Appetit auf dieses Produkt vom Huhn, das Ei. Da ich noch nie Eier zubereitete, rufte ich zahlreiche Menschen an, um mich zu erkundigen, wie das von statten geht. Meine Idee war, das Ei sogar mit Senfsoße zu verfeinern. Dummerweise erreichte ich niemanden. Irgendwie schienen alle ausgeflogen zu sein, was ich an einem Freitagabend nicht wirklich ungewöhnlich ist. Der Drang war groß und ich kaufte nach Gefühl ein. Beim Einkaufen zermatschte ich die ersten Eier, deren Umgang mir noch nicht ganz vertraut ist. Der Ausweg schienen gut verpackte Bio-Eier. Wieder zu Hause angekommen, getraute ich mich erstmal gar nicht ran. Das Telefon klingelte im Akkord als ich in der Wanne lag und vom meinem Ei träumte. Nach einem Telefonat mit Jacqueline fasste ich dann Mut. Mittlerweile war ich halb elf. Ich hielt es für Energieverschwendung, für ein Ei Wasser in einem Topf zum Kochen zu bringen. Daher entschied ich mich zu meinem geliebten Wasserkocher. Ich stopte die Zeit und hielt den “An”-Schalter 4:30 Minuten fest, um das Wasser konstant blubbern zu lassen. 4:30 Minuten waren es übrigens, weil mir zwischen 4 und 5 Minuten geraten wurde, um das Ei weich zu kochen. Ich glaube, so bezeichnet man das. Als Test habe ich mir nicht direkt die Mühe für die Senfsoße gemacht. Mit Pfeffer und Salz ausgestattet, ging die große Geschmackstour los. Irgendwie haben Eier etwas…