Meine persönliche Beziehung zu Eiern sieht noch nicht so gut aus. Auf jeden Fall: Ausbaufähig. Die Sache ist einfach, dass ich nie Eier gegessen habe. Wie soll man denn etwas mögen, dass man nicht kennt. Und dann kam einst der Tag. Nach einer Übernachtung bei Lars stand an meinem Frühstück-Platz am morgen ein Ei. Hübsch im Eierhalter oder -ständer oder wie auch immer sich dieses Teil nennt. Ich war natürlich skreptisch, probierte dennoch. Es war nicht schlimm. War mir eben vom Geschmack her bis jetzt unbekannt. Und nun zur eigentlichen Geschichte.
Am Freitagabend kurz vor Ladenschluss bekam ich ohne vorherige Andeutung extremen Appetit auf dieses Produkt vom Huhn, das Ei. Da ich noch nie Eier zubereitete, rufte ich zahlreiche Menschen an, um mich zu erkundigen, wie das von statten geht. Meine Idee war, das Ei sogar mit Senfsoße zu verfeinern. Dummerweise erreichte ich niemanden. Irgendwie schienen alle ausgeflogen zu sein, was ich an einem Freitagabend nicht wirklich ungewöhnlich ist. Der Drang war groß und ich kaufte nach Gefühl ein. Beim Einkaufen zermatschte ich die ersten Eier, deren Umgang mir noch nicht ganz vertraut ist. Der Ausweg schienen gut verpackte Bio-Eier. Wieder zu Hause angekommen, getraute ich mich erstmal gar nicht ran. Das Telefon klingelte im Akkord als ich in der Wanne lag und vom meinem Ei träumte. Nach einem Telefonat mit Jacqueline fasste ich dann Mut. Mittlerweile war ich halb elf. Ich hielt es für Energieverschwendung, für ein Ei Wasser in einem Topf zum Kochen zu bringen. Daher entschied ich mich zu meinem geliebten Wasserkocher. Ich stopte die Zeit und hielt den „An“-Schalter 4:30 Minuten fest, um das Wasser konstant blubbern zu lassen. 4:30 Minuten waren es übrigens, weil mir zwischen 4 und 5 Minuten geraten wurde, um das Ei weich zu kochen. Ich glaube, so bezeichnet man das. Als Test habe ich mir nicht direkt die Mühe für die Senfsoße gemacht. Mit Pfeffer und Salz ausgestattet, ging die große Geschmackstour los. Irgendwie haben Eier etwas…