Archive for Juli, 2007

Es ist lang her. Telefonate wurden zum kurzen Gespräch. Ich hätte es nie geglaubt, aber dann kam Barbie. Das symphatische Wesen aus Jena faszinierte mich vor 2 Jahren bis in den Gefühlswahnsinn. Nach einem telefonlastigen Tag suchte ich nach einem gelungenen Abschluss. Und da kam meine Traumfrau gerade recht.Frohen Mutes eine Nummer aus Jena zu erkennen, sagte ich “Guten Abend, mein Name ist Heidenreich, wen darf ich am Apparat begrüßen”.Es folgte eine Tour durch das Ruhrgebiet und das immer weiter aufstrebende Thüringer Wirtschaftszentrum. Die Veränderungen in der Vergangenheit waren für beide Seiten gerade zu begeisternd. Mein Gelaber aus vergangenen Tagen wurde beherzigt, die Persönlichkeit weiter entwickelt. Ein Gespräch, das mitriss. Nur umgedrehte Voraussetzungen. Nun muss Barbie um 5 Uhr morgens aufstehen. Dennoch konnte ich sie zu einem längerem Gespräch bewegen. Ich muss zwar morgen früh auch etwa 200km gen Süden schruppen, aber das macht dennoch Lust auf mehr. Neben dem Rhein-Main-Lahn-Gebiet freue mich bereits jetzt, die Kleine demnächst in gewohnter jenenser Manier “verführen” zu können.
Das Fazit: Meine Traumfrau wurde zur tatsächlichen Traumfrau.

Es war Winter. Ich rutschte mit meinem süßen silbernen Gefährt um die Kurven. Es kam: “Unwritten” (Natasha Bedingfield). Es gibt Dinge, die bleiben ungesagt. Das Problem ist meist nur, man bereut, bestimmte Sachen nicht gesagt zu haben.
Am Nachmittag traf ich mich mit Katharina. Das “CentrO.” in Oberhausen war unser Ziel. Auch wenn es mit dem, zu deutsch, Nacken-Halter nicht klappte, war es nicht nur ein erfolgreicher Einkaufsnachmittag. Nach einer Tour durch die “Neue Mitte Oberhausen” fuhren wir ins Zentrum. Die “alte Mitte” machte mit dem “Musik-Sommer” und vielversprechenden musikalischen Bars auf sich aufmerksam. Was war, war nicht viel. Also jedenfalls nur wenige Menschen. Ein Platz bei einem türkischen Italienaer war bei den zählbaren Besucher gerade noch drin. Rückblickend kann ich sagen, dass ich gerade unangenehm gern Zeit mit Kathi verbringe.
Später bewegten wir uns mit Tim noch zu einem Besuch im Essener “Delta Musik Park”. Zu Beginn war extrem wenig los. Je später der Abend, desto mehr Besucher wagten den Gang in das modifizierte leicht Fabrikgelände. Tim bestach durch sein beunruhigendes unkontrolliertes Trinken, das uns so langsam Angst macht. Wenn 2 Verzehrkarten nicht mehr reichen, um den Durst zu stillen, ist das auf jeden Fall nicht mehr normal. Zum Glück war ich Fahrer und konnte das ganze Geschehen aus nüchterner Sicht relativ objektiv betrachten. Jedoch fiel sein exessiver Genuss nicht nur mir auf.
Am Ende bleibt nur: “Darf ich mal riechen?”

Nach dem Abschluss der ersten Klausurrunde, ist Feiern angesagt. Das begann relativ gemütlich mit Katharina im Bermuda-Dreieck Bochums. Ich war ohne Erwartungen sehr neutral eingestellt, rechnete mit einem kurzen Treffen. Was kam, begeisterste mich. Neben den interessanten Gesprächsthemen, bleibt zu sagen, dass nicht ausschließlich Männer aggressiv fahren. Ich hatte das Gefühl, sie holt mich mit meinen Gedanken ein. Jedenfalls stellte ich fest, was ich vor einem Jahr dachte, findet sie plötzlich auch wichtig. Das zeigt deutlich: Mädchen sind körperlich Jungs zwar 3 Jahre im Voraus, geistig jedoch oft nicht – was ich allerdings nicht negativ sehe. Es folgte ein Treffen mit Tim und die überfüllte Busfahrt in den Ruhr-Park. Nach einem Abstecher mit amerikanischen Fast-Food-Restaurant McDonalds wagten wir den Weg ins 360°. Am Eingang wurden meine Augen direkt sehr groß als Beate unseren Jacken entgegen nahm. Den Rest der Nacht wurde fleißig getanzt. Die Blicke flogen bezaubernd durch den Raum und mischten sich mit den rhytmischen Bewegungen. Ich war sehr angetan von der Stimmung.
Am Ende waren die Getränke-Karten voll, 5 Uhr und Zeit zum Gehen. Auf dem Weg in Richtung nach Hause wurde weiter über interessante Gerüche geplaudert. Das bewegte uns dann auch noch zu einem Besuch der gewohnten Systemgastronomie-Stätte. Irgendwann zu früh am Morgen waren wir dann in Herne. Nach der Abschiedung folgte eine zu kurze Nacht. 2 Stunden reichen nämlich einfach nicht…

Donnerstag, der 12. Juli 2007. Kurz vor einem der legendären Freitag, den 13. Statt im Bett, wie ich mir das vorgenommen habe, stecke ich Irgendwie gerade in meinen Gedanken fest. Und da das Freude bereitet, kann ich nicht damit aufhören, muss sensible Musik hören. Und bei dem Abfahren der in letzter Zeit vernachlässigten Spuren, kommen wehmütige Gefühle auf. Es ist doch interessant, wie man sich in seinen Gedanken bewegen kann. Im positiven wie auch negativen Sinn. Es würde irgendwas fehlen, wenn ich ein Affe wäre. Das wäre nicht nur das aufrechte Gehen.Ob denn Tina in Afrika frei lebende Löwen sieht? Würde mich reizen, in gewissem Abstand natürlich. Aber darum geht es nicht. Mir fällt auf, ich vermisse sie. Durch meine Klausuren habe ich ihre Abreise gar nicht bewusst erlebt. Das ist blöd. Ich wollte ihr eigentlich ein Abschiedspäckchen schicken. Und? Natürlich kam ich nicht dazu. Das macht mich gerade wahnsinnig. Warum kann ich mir nicht mal für die wichtigen Dinge des Lebens Zeit nehmen? Stattdessen lerne ich sinnlos verfahrenstechnische Aufgaben zu lösen, von welchen ich mich nach dem Studium weit entfernen werde.
Es gibt in der Zukunft einige Änderungen anzustreben. Und damit sind nicht die Wartungsarbeiten an meinem Server gemeint…

Ist es nicht toll, wenn man Straßenbahn fährt, sich unterhält und der Gegenpart deine Gedanken vor der Aussprache lesen kann? Das erste Problem: In Hagen gibt es keine Straßenbahn. Das zweite: Keiner kennt mich. “Keiner” fällt mir sehr schwer zu schreiben, da ich hier wirklich sehr nette Menschen kennengelernt habe. Auf die möchte ich auf keinen Fall verzichten möchte, jedoch ist es so, dass ich immer das Gefühl habe, selbst niemanden wirklich zu kennen. Und im Gegenzug mich auch keiner kennt. Man wird zitiert, aber kann oder will meine Gedanken nicht weiter ergründen. Diese Woche habe ich festgestellt, dass das Leben meiner Kommolitonen der FH Südwestfalen sehr oberflächlich und egoistisch gestaltet ist. Das enttäuscht, jedenfalls wenn man ein Gemeinschaftsgefühl und Gruppengeist gewöhnt ist. Was diesen Punkt angeht, muss ich sagen, waren meine Zuzugsgründe durch Positivbeispiele wie Sandra geprägt. Sie geht nun ihren Weg.
Der Anstoß meiner Gedanken war übrigens ein “Wir Sind Helden”-Konzert, welches aus Freiburg im Musik Fernsehen (MTV) live übertragen wurde. Da meine Heimatstadt eng mit dieser Band verbunden ist und ich auch eine enge Beziehung zu deren Musik pflege, kamen Gedanken an alte Zeiten auf. Da ich jedoch nicht mehr ausschließlich zurückblicken möchten, habe ich die Vergangenheit mit der Gegenwart verglichen.
Auf ein Fazit möchte ich verzichten, um die kommende Zeit in wundervollen Ruhrgebiet genießen zu können…