Irgendwie tun Abschiede immer weh. Das merke ich im Kleinen immer wieder, wenn ich mich aus Jena verabschiede. Schlimmer noch war diese Woche. Einige nette Kommolitonen meiner FH werden das kommende Jahr in England verbringen.

Der erste Kandidat war Deme. Er besuchte mich am Dienstagmorgen, kurz vor der Arbeit, um vor seinem Flug auf die Insel noch ein wenig Zeit mit mir zu verbringen. Vor 2 Wochen hatten wir nochmal Gelegenheit, gemeinsam feiern zu gehen, was wir viel öfters hätten machen sollen. Leider konnten wir uns diese Woche nicht ausgiebig unterhalten, weil wir beide gerade Schwierigkeiten mit unserer Zeit haben. Dennoch konnte er sich wenigstens ein bisschen Zeit für mich nehmen. Das bedeutete mir viel. Ich werde die regelmäßigen Plaudereien über Integration, Politik und Frauen sehr vermissen. Komischerweise merkt man erst, wie viel Leute einem bedeuten, wenn man sie nicht mehr sehen kann. Ich freue mich auf jeden Fall auf deine Rückkehr und insgeheim natürlich über bevorstehende Touren durch englische Pubs.

Am Donnerstag traf ich mich dann mit Andreas. Nachdem mir die Nachhilfe mit Josephine bereits große Freude bereitete, sollte es noch schöner werden. Wir unterhielten uns wie immer sehr angenehm, tranken Weißbier, ich sogar Kaffee. Wer hätte es gedacht?! Ich habe noch nicht realisieren können, dass du für 10 Monate deinen Hauptwohnsitz nach Stafford verlagerst. Vielleicht ist das auch besser so, sonst wäre ich neben dem Mathepauken wahrscheinlich zu traurig. Ich weiß ehrlich gesagt, noch nicht so recht, wie ich die nächste Zeit ohne dich an der FH aushalten soll. Die Gründe dafür sind dir sicher bekannt. Lars und Fred werden mich hoffentlich am Leben halten. Jetzt bin ich gezwungen, den Informatikern anzunähern. Obwohl ich selbst in diesem Studiengang bin, habe ich bisher nur zu wenigen einen Draht aufbauen können. Woran das wohl liegen mag? Wir sollten zumindest versuchen, unsere Skype-Sessions wieder ins Leben zu rufen, wobei ja auch die normale Telefonie nicht mehr alt so teuer ist. Ich hoffe, wir finden da einen erträglichen Weg. Wie bei Tina, so lange Zeit auf einen für mich so wichtigen Menschen zu verzichten, stehe ich nämlich nicht mehr durch.
Am Rande würde mich noch interessieren, ob Freddie meine beiläufigen Bemerkungen verkraftet hat? Aber das gehört eigentlich nicht hierhin…

Bleibt so wie ihr seid. Auch, wenn wir uns nicht mehr (so häufig) sehen können, hoffe ich, dass wir dennoch regelmäßigen Kontakt pflegen können. Ihr wisst, nicht nur bei Datenbanken könnt ihr auf mich zählen.
Bis bald!