Die letzten Wochen hielten so Einiges für mich bereit. Sie waren war stressig, dennoch genoss ich sie sehr. Trotz allen angenehmen Situationen braucht der Mensch, in dem Fall ich, auch Erholung. Und genau das nahm ich an diesem Wochenende in Angriff.

Bingen
Nach getaner Arbeit, machte ich mich recht früh auf den Weg ins Weingebiet Bingens. Der Abschied von Sunny wie Michael fiel zwar schwer, aber bald habt ihr mich wieder. Auch, wenn es nur zum KOV-Seminar ist. In dem beschaulichen Ort Münster-Sarmsheim bei Bingen wollte ich Sarah nach langer Zeit mal wieder besuchen. Ich war zwar lange nicht da, aber ich fand den Weg durch die verwinkelten Gassen doch noch ganz gut. Ich traf direkt auch Franzi, die sich gerade auf das Mainz-Spiel gegen Mönchengladbach fertig machte. Ich klingelte direkt im Anschluss bei Sarah, sie war leicht erstaunt. Ich aber noch mehr. Ich sollte die Kontakte zu weiblichen Wesen regelmäßiger pflegen, da sie sonst ganz vergessen, auf ihr Gewicht zu achten. Nicht, dass ich ihnen das ständig vorhalten würde, aber leichte Andeutungen verhindern meist schlimme Ausuferungen. Bei Sarah ist es zwar noch nicht ganz so weit. Jedoch muss sie jetzt, nachdem sie das Tanzen und Fussballspielen an den Nagel gehängt hat, mehr aufpassen.
Wir spazierten gemütlich durch die Weinberge, was für mich immer wieder Entspannung pur ist. Sie musste zwar am Abend nochmal arbeiten, aber die Zeit machte ich mir in Bingen schön. Ich spazierte viel, sah mir touristische Höhepunkte an und genoss es, meine Füße im Rhein baumeln zu lassen. Bei McDonalds lernte ich noch ein paar Fans von Borussia Mönchengladbach kennen, die nach einer 4:1-Klatsche leicht deprimiert waren. Ich gespannt auf das Spiel von Jena gegen Mainz in der nächsten Woche. Ich habe zwar keine Angst, aber ein mulmiges Gefühl kann man es nennen. Die übermittelten mir auch gleich die Dummheit am aktuellen Abend in Köln. Da hat nämlich der FCC eine 3:1-Führung aus der Hand gegeben und der Daum-Truppe einen überaus glücklichen 4:3-Sieg beschert.

Mainz
Gegen 23 Uhr machte ich mich auf nach Mainz. Der Star-Club war mein Ziel. Dort verbrachte ich die nächsten Stunden, um mich rhythmisch auslassen zu können. Neben sehr interessanten unmoralischen Angeboten, verlief der Abend gewöhnlich. Ich schlief in einer Einkaufsstraße neben einem Plus-Markt. Gegen 5 Uhr stellte sich das als großer Fehler heraus. Denn da erschienen pünktlich die Lieferanten und rollten ihre Container in den Laden. Das war nicht nur unangenehm laut, sondern dauerte auch etwa 2 Stunden. Daher entschied ich mich ziemlich früh, in die Stadt zu gehen. Dort lief ich einige Stunden durch die wunderschöne Altstadt und ihre verwinkelten Gassen. Wo ich auch entlang lief, ich schaffte es immer wieder an bekannte Stellen zurück. Abschließend und voller Begeisterung kann ich sagen: Mainz ist immer eine Reise wert.

Wiesbaden
Zu guter Letzt der Höhepunkt des Wochenendes. Am Nachmittag war ich in Wiesbaden mit Gloria und Lars verabredet. Die Vorfreude nach einem Wiedersehen war unwahrscheinlich groß. Mit Lars Freundin Viviane zusammen machten wir eine Stadtrundfahrt, die die wirklich zahlreichen Facetten der hessischen Landeshauptstadt eindruckvoll zeigte. Wenn man durch Wiesbaden geht, bleibt einem tatsächlich oft die Spucke weg. Wer diese Stadt noch nicht gesehen hat, hat einiges verpasst im Leben. Neben meiner ungebrochenen Faszination der Universitätsstadt Jena kann ich die Weltkurstadt Wiesbaden sehr gut tolerieren und jedem eine Reise ans Herz legen. Die eng verbundene Geschichte Hessens und Thüringens tut da natürlich ihr Bestes dazu.
Am Abend gingen wir noch mit netten Freunden essen. Der Besuch des Mexikaners erinnerte mich stark an tolle Zeiten in der JenArea. Nicole fand ich wirklich sehr nett und freue mich auf unsere WG mit Glori. Da wird es wohl nie langweilig.
Nachdem Vivi mit Lars den Heimweg ansteuerte, machten wir uns noch auf nach Constantins zu Hause. Die Mädels schauten Film und wir plauderten bei einem guten Wein und gepflegter Zigarre im Garten. Ich muss sagen, ich habe die Zeit genossen und war sehr traurig als ich gehen musste.

Am nächsten Morgen machte ich mich nach der Wiederholung von „Alles was zählt“, die Glori genauso wie mich festhielten, auf den Weg nach Hagen. Meine Bilder-Reportage wird in Zukunft in meinem Bilderbereich verfügbar sein. Wenn man solche Städte gesehen hat und zurück ins Ruhrgebiet kommt, stellt sich eine gewisse Ernüchterung ein. Meine Liebe zum Pott ist zwar groß, aber schön ist an anderen Stellen. Natürlich würde ich hier ohne schöne Ecken nicht wohnen, weshalb ich das Ruhrgebiet nicht abstempeln möchte. Die Loveparade in Essen hat am Wochenende ja auch nicht ohne Grund 1,5 Millionen Leute herangezogen.
Und jetzt, naja, wie gehabt: Lernen…