Nach einem freundlichen „Schönen guten Morgen“ von mir, schaute ich in ein schockiertes Gesicht. „Wie fühlst du dich denn?“ „Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen!“ – „Wieso das denn?“ „Wegen dir, du hast so laut geatmet.“ – „Wieso hast du mich nicht erweckt?“ „Das hätte doch nichts genützt“. Herr Gott nochmal. Ich muss weg. Ich habe mich noch in Ruhe geduscht und gefrühstückt. Danach schnell meine Sachen gepackt und dann aber weg. Ich habe noch nie ohne Worte jemanden verlassen.
Ich hätte also noch viel zeit für eine ausgiebige Stadttour. Unglaublich aber war, vor dem Schluss Bellevue traf ich Steffi als ich gerade die Straße überquerte. Berlin zieht so einige Menschen an. Nach einem kurzen Plausch gingen wir dann weiter unsere Wege. Hoffentlich werden die sich dann bald auch mal wieder vereinen. Ich bin optimisch.
Von meinen restlichen Eindrücken, die ich das gesamte Wochenende erleben durfte, kann man sich unter meinen Bilder traumhafte Motive Berlins anschauen. Die Bilder drücken hoffentlich aus, wie begeistert ich war und immer noch bin.

Ich war auf dem Rückweg vom Berliner Hauptbahnhof nach Hagen. Nach nerviger Verspätung meines Nachtzuges habe ich mich auf meinen Platz zurückgezogen. Geschlafen. Und dann bin ich pünktlich kurz vor meiner planmäßigen Ankunft aufgewacht. Ich guckte mich um und sah Kühe auf der Weide, Berge und Zusatzzüge zur Wiesn. So sieht das Ruhrgebiet selten aus. Und von Köln oder Wuppertal war weit und breit nichts zu sehen. Nach kurzer Zeit war es gewiss, ich bin in Bayern. Obwohl es nirgends ausgeschildert war und mich auch keiner aufmerksam machte, wurde der Zug getrennt und natürlich befand ich mich im falschen Teil. So, nun bin ich gerade in Nähe von Ingolstadt und die ersten Vorlesungen und Übungen in der FH finden leider Gottes ohne mich statt. Nun ja, das bayrische Volk ist immerhin ganz nett. In der Umgebung fühlte ich mich tatsächlich ziemlich wohl. Gerade kam im ICE, der mich langsam an mein eigentliches Ziel bringen soll, eine Durchsage sage. Und ich bekam direkt Gänsehaut. Was war das wohl? Und los, ich lasse es gern nochmal ablaufen: „In Nürnberg besteht Anschlussmöglichkeit zum ICE nach Berlin über Jena-Paradies, Leipzig und Dresden.“ Göttlich. Nochmal? Ja, aber diesmal nur in Gedanken. Ich will meine Leser ja nicht vergraueln. Naja, fröhlich gestimmt geht meine Reise weiter. Vorbei an Aschaffenburg und Frankfurt gehts in aller Ruhe nach Köln. Ich bin gespannt, ob ich heute noch im Ruhrgebiet ankomme. 4 Studen soll es mindestens noch dauern.