Nach einem gemütlichen Tag auf verschiedensten Weihnachtsmärkten lag die richtige Post im Brief. Eine langersehnte DVD. Ich habe die letzten Jahre gezögert, nun konnte ich nicht mehr länger warten und musste mich nach 3 Jahren von JENA PARADIES faszinieren lassen. Das komische war, die selben Gedanken während „des ersten Views“ im Capitol Jena kamen genau wieder hoch, gepaart mit vielen anderen Erinnerungen, an die ich gern denke, wenn ich in Hagen bin. Das Interview der Hauptdarstellerin Stefenie Stappenbeck hat mich besonders beeindruckt und fasste nochmals die Gründe zusammen, die ich Jena-unkundigen Menschen näher bringe, die Stadt zu besuchen. Ein großer Punktist die positovve optimistische Stimmung der Stadt, die man sofort spürt, wenn man in der Nähe ist. Tauscht man nach dem Elend der Autobahn ein in die faszinierenden Faszetten der Stadt, merkt man schnell wie herzlich aufgeschlossen und nett die Menschen Jenas sind. Die kahlen Kernberge stellen das auf und ab des mennschlichen Lebens dar. Man findet sich rasch wieder und wird spätestens im Paradies aufgefangen. Ein Leben dort macht Spaß, und das nicht nur, weil dort um die 25-30% der Einwohner Akademiker sind. Sehnsucht bekomme ich immer, wenn ich im Ruhrgebiet die S-Bahn betrete. Auf dem Weg von Bochum nach Hagen sagt ein Türke zu einem Rechten „Ich hasse Polen.“ Der Kurzhaarige antwortet erstaunlicherweise: „Ich habe auch schon voll korrekte Polaken kennengelernt“. Darauf kommt nur noch „Ich hasse alle Polen“ zurück. Daraufhin schaltet sich mein Gehirn aus und bekommt nur nebenbei die Aufzählung der Vorstrafenregister beider Personen mit. Man will ja eigentlich gar nicht wissen, von welchen Menschen man umgeben ist. Besser ist das wohl. Was bleibt, ist ein relativ stark ausgeprägtes Gefühl der Schockierung. Nicht ohne Grund ist das wahre Paradies in Thüringens heimlicher Landeshauptstadt und dem Wirtschaftswunder Jena. Wenn es jetzt auch noch endlich mal im Fußball und Basketball klappt und auch sportlich so richtig aufwärts geht, wird die Region ums Saaletal nicht mehr zu stoppen sein. Auf gehts, Stadt der Wissenschaft…