Archive for Januar, 2008

Zeit wurde es. Der FCC hat es sich verdient. Es war ein gutes Spiel der Jungs, welches Bielefeld nicht vorzeitig beenden konnte und die erstärkte Moral der Mannschaft glücklich, aber verdient für sich entscheiden konnte. Wenn es dann auch noch in einem wertvollem Spiel wie dem DFB-Pokal ist, kommt der verbundene Geldseegen wahrscheinlich zur rechten Zeit. Zu einem Achtel sind die Jenaer bereits Pokalsieger und das macht doch Hoffnung. Und die wird auch gebraucht, denn die eigentliche Aufgabe geht am Montag los: Klassenerhalt. Die Mannschaft hat das Zeug, in der 2. Bundesliga zu bleiben. Nur muss sie eben wie heute, in einem guten Spiel auch gewinnen.

Heute darf gefeiert werden. Ab morgen will ich euch beim Training wieder schwitzen sehen…

Was ist das denn bitte Grausames?
Gut, den Kapitalismus kann man nicht aufhalten. In der 2. Bundesliga begleiten mich mulmige Gefühle schon eine ganze Weile. Die Ausgliederung der 1. Mannschaft des FC Carl Zeiss JENA in eine eigenständige GmbH kam erst mit potenziellen russischen Investoren. Die DFL verrhinderte bisweilen den Einstieg der Geldgeber. Mit einer selbstständige Firma die laut Namen den Spielbetrieb gewährleistet, stehen jetzt die Türen offen. Oder wie kann man das verstehen. Die Verwaltung wird das Ganze sicher nicht vereinfachen. Oder welchen offensichtlichen Vorteile blieben mir bisher verborgen?

Das richtige Vereinsgefühl habe ich schon seit dem Aufstieg in den Profisport verloren. Es ist einfach nicht mehr das im Stadion wie es im Winter vor einigen Jahren mit 1000 Leuten war. Jetzt sind 13x so viel vor Ort, die “richtigen” Fans also. Jetzt hat man den Verein zu Grabe getragen. Naja, zumindest bleibt die Jugend noch in einem Verein organisiert.
Für mich bleibt abschließend die Frage, ob ich Fan einer Firma werden soll? Da kann ich ja auch einfach zu Nokia gehen…

Vielleicht sollte ich jeden Tag einen Artikel schreiben und diesen mit 3 Punkten offen ausgehen lassen. Denn das Problem vieler Deutschen ist ja angeblich, dass sie zu wenig nachdenken bzw. nicht wissen, über was sie nachdenken sollen. Will ich weiterhelfen???

“Du musst einen String nehmen!” Das ist doch aber was zum anziehen!? Naja gut, da hat der gute wohl recht. Aber auch als Elektrotechniker kann man im Programmierunterricht 2 Wochen vor der Klausur davon ausgehen, dass es um keine Kledung geht. Nett wars trotzdem und amüsierend natürlich ohne Frage, für mich jedenfalls.
Ich musste Samstagnachmittag als ich in der FH ins Internet wollte an Sandras Freund Mirek denken. Für jeden Nicht-Informatiker ist das schon ein hartes Übel, aber auch für 350 Euro Studiengebührend wirds nicht besser. Und da können die Verbundler noch froh sein, wären sie 4 Tage mehr in der Woche da, müssten sie 150 Euro mehr zahlen ;)
Dafür hätten sie allerdings keine so feinen vorgefertigten Vorlesungs- und Begleitungsunterlagen. Wofür ich Studiengebühren bezahle, weiß ich noch nicht. Spürbar ist nichts. Verbesserung der Lehre = Null. Eigentlich sollte man in solchen Fällen sein Geld zurückfordern können. Immerhin sind die meist miserablen Scripte der Professoren nun kostenlos in der Fachschaft zu haben und es finden mehr Parties statt…Naja, so hatte ich mir diese enormen Mehrausgaben nicht vorgestellt. Es finden weder mehr Tutorien noch mehr Veranstaltungen Externer oder subventionierte sonstige Fremdveranstaltungen statt.
Ich bin auf die nächsten CHE-Rankings gespannt. Diesmal bin ich und meine Kommolitonen ja daran beteiligt…

Es sollte nur eine kurze Instrktion meiner momentanen Gefühlslage werden und was ist es geworden, eine stundenlanger Bericht. Die Zusammenfassung und Editierung der letzten Zeit. Was mich bewegt kann also jetzt aktueller denn je nachgelesen werden. In Form von 2.500 Worten wurde es ein größerer Deutschaufsatz. Die Rechtschreibfehler wahrscheinlich kaum zu zählen, aber der Inhalt zählt ja immerhin 50%. Ich hoffe, die Priorität nimmt auf dieser Seite noch einen höheren Stellenwert ein. Ich freue mich irgendwie, dass ich mir mal wieder intensiv Zeit genommen habe, auf dieser Seite von mir zu berichten. Und das auch noch ohne Internet-Anschluss.
Demnächst versuche ich es wieder regelmäßiger zu tun. Nicht nur für mich, sondern für euch, die Leser und schokierten Erstbesucher dieser Seite. Es geht ja darum neue Märkte zu erschließen. Vielleicht versuche ich mit einer neuen innovationen Domain nochmal richtig durchzustarten…

Es ist ungewohnt. Seit langer Zeit habe ich meist unmittelbaren Zugang zum Internet. Auch, wenn man ihn nicht jeden Tag nutzt, fällt es extrem auf, wenn man keinen Internet-Anschluss mehr hat. Besonders beim Lernen merke ich, dass ich recht viel direkt im Internet nachschlage oder mir Zusatzinformationen einholen will. Derzeit falle ich damit mächtig auf die Schnauze. DSL weg, Telefon weg. Martin ist quasi völlig abgeschnitten. Ich fand das so schockierend, dass ich heute spontan in die FH fahren und mich um meinen Spam kümmern musste. Eigentlich will ich weg davon, meine Online-Zeit ständig reduzieren. Das klappt an sich auch super, nur man braucht es. Das Internet ist wie auf die Toilette gehen, ein notwendiges Übel. Ich brauche es zum ständigen Nachschlagen, für die Arbeit und das Hören guter Radio-Streams. Sicher wird es bald auch zur Grundausstattung eines jeden deutschen Mitbürgers gehören. Das trifft meine Überzeugung. Dennoch muss ich auch an die Menschen in Afrika denken. Diese Woche wurde eine Reportage gezeigt, wo Eltern ihren Kindern keine 2 Euro für eine Augenuntersuchung zahlen konnten, eine Brille für 20 Euro schon gleich gar nicht. Das macht mich traurig. Wenn man wirklich helfen will, gibt es derzeit noch zu viele Punkte, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Bloß, wenn jeder diese Scheu hat, in eine Grauzone zu arbeiten, geht es gar nicht aufwärts. Und der Teufelskreis bleibt…

Die Freude ist gigantisch, also jedenfalls in Rumänien. Die Stimmung im Ruhrgebiet ist ja immer eine ganz eigene. Aber wenn es um Zusammengehörigkeitsgefühl geht, ist der nur schwer zu übertreffen. Derzeit kann man die Stimmung als Gemeinschaftsdepression bezeichnen. Wir als Europäer sollten ja eigentlich global denken. Aber die Enttäuschung über die Entscheidung des größten Handyherstellers der Welt trübt das Europasein. Plötzlich verstummen die Meinungen über die zahlreichen Vorteile der Osterweiterung.

Gestern verkündigte Nokia die Schließung des Bochumer Werkes. Gründe des finnischen Handyherstellers sind die mangelnde Flexibilität und Kosteneinparungspotenzial im Ausland. Da reichen auf einmal schwarze Zahlen und 30% Gewinnspanne nicht mehr aus. Nachdem die Produktion im Dezember noch erhöht wurde und Überstunden geschoben werden mussten, soll das Werk von heute auf morgen geschlossen werden. Durch die mangelnde Informationsbereitschaft von Nokia, wusste keiner – nichtmals der deutsche Aufsichtsrat – Bescheid. Mit den Worten “Verhandlungsbedarf gebe es nicht” unterschreicht Nokia die Entscheidung und wirkt um einiges unflexibler als das Bochumer Werk. Der Qualität wird das Ganze in dieser hochpreisigen Sparte wahrscheinlich nur wenig helfen. Wir als Steuerzahler können doppelt sauer sein, denn Nokia wurde während seines Deutschlandaufenthaltes mit 88 Millionen Euro von Land, Bund und der EU unterstützt. Hoffentlich hat der Konzern die Zeit hier genossen. Ich mein, man kann ja das Geld zum Fenster herauswerfen, aber Nokia war zumindesst so klug, die Gewinne in Rumänien zu investieren. Das Land lockt mit einem durch EU-Fördergeldern finanzierten nagelneuen Industriepark, der hoffnungsvoll “Nokia Village” getauft wurden. Ein Nokia-Sprecher sagt gegenüber dem Spiegel: “Die Entscheidung finde ich keineswegs verwerflich. Sie sei lediglich ein Ausdruck von Chancengleichheit und Wettbewerb in Europa”. “Nokias große Pläne in Cluj waren seit Monaten bekannt, nur die Verlagerung der Kapazitäten aus Bochum kam überraschend”, sagt Marko Walde. Die Gesamtinvestitionen schätzen die Finnen über die nächsten Jahre auf 200 Millionen Euro.

Eigentlich wäre das die ideale Konstellation für Siemens mit BenQ-Know-How wieder ins Geschäft einzusteigen und das Bochumer Werk zu übernehmen. Der Staat wäre mit Fördergeldern sicher wieder dabei. Jedenfalls würde die trostlose Bahnstrecke zwischen Bochum und Wanne-Eikel keine tolle Haltestelle verlieren…

Die “durchdachte” Entscheidung finde ich für meinen Teil sehr verwerflich und hoffe sehr, dass der Umsatz in Deutschland etwas zurückgeht und die Leute nicht morgen direkt vergessen, wie der Großkonzern die Politik und hier lebenden Menschen verarscht hat.
Im Ruhrgebiet fliegen Nokia Handys aus den Fenstern, Ärger und Wut können schwer verborgen werden. 

Ja, manchmal ist es hart. Also das Leben. Die Gedanken, die einem so kommen, wahrscheinlich noch schlimmer. Ein Telefonat mit Tina am gestrigen Abend hat mich zum Nachdenken angeregt. Sogar richtig durcheinander gemacht. Gefühle können auch glückliche Menschen ganz schön durcheinander bringen.

Wieso macht man so oft einfach weiter, auch oder trotz das man weiß, dass es nicht gut ist? Nicht gut für einem selbst. Man bleibt erstmal im Trott, um weiteren temporären Schmerz zu vermeiden. Und vergisst dabei manchmal, dass man den Schmerz nur vor sich her schiebt. Was heute nicht schmerzt, tut morgen umso mehr weh. Das ist allein aus kognitiver Betrachtung so.
Und wenn das, was man versucht, zu verschieben auch noch mit Menschen zu tun hat, geht es im gleichen Atemzug um Vertrauen, Risiko und Misstrauen. Das Vetrauen, was man mühsam gewonnen und sich erarbeitet hat, kann man doch nicht so einfach wegschmeißen – auf einmal wieder verwundbar sein. Das ist ein Risiko, was ich in den meisten Fällen eingehen sollte, um sich nicht selbst kaputt zu machen. Das Missvertrauen bezieht sich auf Menschen, die man “danach” kennenlernt und noch skreptischer an viele Angelegenheiten herangeht, unnötige Vergleiche macht. Menschen sind nun mal nicht vergleichbar und neue Bekanntschaften können das Leben eigentlich nur bereichern.

Blick aus dem Fenster

Der Sprung ins kalte Wasser ist manchmal nötig – vielleicht auch besser?! Lieber eine Sache abschließen als sich ständig Gedanken über den Abschluss zu machen. Durch solche Situation ergeben sich auch neue Chancen. Die nicht zu nutzen, wäre doch tragisch.

Nach kurzweiligen Schwierigkeiten habe ich mich davon überzeugen lassen können, nach Hamburg zu fahren. Mein Ziel war Manuel und Anina, dort wollte ich Sunny von meinem plötzlichen Meinungsumschwung überraschen.
Ich hatte Gelegenheit, ein intensives Gespräch mit Manuel zu führen, was ich sehr angenehm fand. Seine Freundin ist außerdem eine nette Persönlichkeit, nur leider im Moment ziemlich krank. Wahrscheinlich werde ich davon auch noch “profitieren”.
Die Reaktion von Sunny war sehr unangenehm. Aber wie sich im Nachhinein klärte, konnte er zum Glück nur seine Freunde nicht direkt zeigen. Es war auf jeden Fall sehr angenehm.
Nachdem wir gemeinsam aßen und uns Manuel in die Talstraße führte, wo wir nächtigten, konnten wir uns in einer gemütlichen Bar noch in Ruhe aussprechen. Das war nötig, denn in bestimmten Belangen haben wir definitiv ein Kommunikationsproblem. Die restliche Nacht auf der Reeperbahn war amüsierend. Leider wurden unsere Musikwünsche total ignoriert. Aber wir waren zu konservativ, ganz einfach. Trotzdem haben wirs bis halb fünf ausgehalten…

Heute – Silvester.
Voller Vorfreude hat mir Sunny seine Heimat zeigen können, die mich selbst auch richtig begeistert hat. Ich möchte nach Hamburg ziehen. Das hat sich so extrem entwickelt. Gegen ein Angebot aus Jena würde ich nicht stimmen, aber die Möglichkeiten sind in der Hansestadt ganz andere. Das muss man leider so sagen.
Die kurze Shoppingtour und Elbrundfahrt war wunderschön. Leider konnte ich das phototechnisch nicht festhalten, da mein Akku der Kamera leer war. Ersatzakkus sind natürlich in der Nähe gewesen, aber waren dennoch nicht griffbereit. Im Herzen haben sich jedoch so einige Erinnerungen festgesetzt.

Am Abend gingen wir dann zu Manuel und Anina. Nach einem leckeren Essen gab es tradionelles Bleigießen, was wir leider völlig falsch machten. Naja, dennoch bleibt hängen, dass ich “Eine Frau von hinten” hatte. Im Anschluss trafen wir uns noch mit einigen Freunden von Manuel und erlebten den Jahreswechsel an der Außenalster. Die Umgebung ist an sich wunderschön, wenn man etwas sehen würden. Die Silvesterraketen tübten die Sicht aufs Minimum. Im Gegensatz zum Ruhrgebiet waren hier tatsächlich die Knaller schuld.
Einer Einladung eines Ehepaars folgten wir natürlich direkt. Das war sehr schön, obwohl ich die meiste Zeit wohl am Telefon verbracht habe.
Das sollte jedoch nicht unser Ziel bleiben. Das hieß nämlich ganz klar: Party auf dem Kiez :)
In einer überfüllten Bar fanden wir Platz auf der Bühne. Zu Howard Carpendale und Co. ging richtig die Post ab und Martin fühlte sich auch auf total versüfften Klos wohl. Nachdem ich allein gelassen wurde, tanzte ich noch weiter. Auf dem Nach-Hause-Weg legte ich noch einen Zwischenstop auf der Herbertstraße und der Davidwache ein. Das Zweite, weil es zu extremen Schlägereien und Gerangel kam. Kurze Zeit später setzte ich meinen Weg über schwule Türken direkt ins Bett.
Gute Nacht neues Jahr! Ich habe dich schon heute lieben gelernt…

Am nächsten Morgen, der bekannte Neujahrstag, brachten wir unsere zur Verfügung gestellte Wohnung noch auf Vordermann. Über ein kurzes Dankeschön bei Manuel fuhren wir direkt nach Hagen.
Einige Stauumfahrungen aufgrund schwerer Unfälle verzögerte unsere Ankunft auch etwas. Ein Telefonat mit Claudi war am Abend wir versprochen natürlich trotzdem noch drin!

Die Entscheidung war tatsächlich nicht leicht, aber definitiv die richtige.