Nach kurzweiligen Schwierigkeiten habe ich mich davon überzeugen lassen können, nach Hamburg zu fahren. Mein Ziel war Manuel und Anina, dort wollte ich Sunny von meinem plötzlichen Meinungsumschwung überraschen.
Ich hatte Gelegenheit, ein intensives Gespräch mit Manuel zu führen, was ich sehr angenehm fand. Seine Freundin ist außerdem eine nette Persönlichkeit, nur leider im Moment ziemlich krank. Wahrscheinlich werde ich davon auch noch „profitieren“.
Die Reaktion von Sunny war sehr unangenehm. Aber wie sich im Nachhinein klärte, konnte er zum Glück nur seine Freunde nicht direkt zeigen. Es war auf jeden Fall sehr angenehm.
Nachdem wir gemeinsam aßen und uns Manuel in die Talstraße führte, wo wir nächtigten, konnten wir uns in einer gemütlichen Bar noch in Ruhe aussprechen. Das war nötig, denn in bestimmten Belangen haben wir definitiv ein Kommunikationsproblem. Die restliche Nacht auf der Reeperbahn war amüsierend. Leider wurden unsere Musikwünsche total ignoriert. Aber wir waren zu konservativ, ganz einfach. Trotzdem haben wirs bis halb fünf ausgehalten…

Heute – Silvester.
Voller Vorfreude hat mir Sunny seine Heimat zeigen können, die mich selbst auch richtig begeistert hat. Ich möchte nach Hamburg ziehen. Das hat sich so extrem entwickelt. Gegen ein Angebot aus Jena würde ich nicht stimmen, aber die Möglichkeiten sind in der Hansestadt ganz andere. Das muss man leider so sagen.
Die kurze Shoppingtour und Elbrundfahrt war wunderschön. Leider konnte ich das phototechnisch nicht festhalten, da mein Akku der Kamera leer war. Ersatzakkus sind natürlich in der Nähe gewesen, aber waren dennoch nicht griffbereit. Im Herzen haben sich jedoch so einige Erinnerungen festgesetzt.

Am Abend gingen wir dann zu Manuel und Anina. Nach einem leckeren Essen gab es tradionelles Bleigießen, was wir leider völlig falsch machten. Naja, dennoch bleibt hängen, dass ich „Eine Frau von hinten“ hatte. Im Anschluss trafen wir uns noch mit einigen Freunden von Manuel und erlebten den Jahreswechsel an der Außenalster. Die Umgebung ist an sich wunderschön, wenn man etwas sehen würden. Die Silvesterraketen tübten die Sicht aufs Minimum. Im Gegensatz zum Ruhrgebiet waren hier tatsächlich die Knaller schuld.
Einer Einladung eines Ehepaars folgten wir natürlich direkt. Das war sehr schön, obwohl ich die meiste Zeit wohl am Telefon verbracht habe.
Das sollte jedoch nicht unser Ziel bleiben. Das hieß nämlich ganz klar: Party auf dem Kiez 🙂
In einer überfüllten Bar fanden wir Platz auf der Bühne. Zu Howard Carpendale und Co. ging richtig die Post ab und Martin fühlte sich auch auf total versüfften Klos wohl. Nachdem ich allein gelassen wurde, tanzte ich noch weiter. Auf dem Nach-Hause-Weg legte ich noch einen Zwischenstop auf der Herbertstraße und der Davidwache ein. Das Zweite, weil es zu extremen Schlägereien und Gerangel kam. Kurze Zeit später setzte ich meinen Weg über schwule Türken direkt ins Bett.
Gute Nacht neues Jahr! Ich habe dich schon heute lieben gelernt…

Am nächsten Morgen, der bekannte Neujahrstag, brachten wir unsere zur Verfügung gestellte Wohnung noch auf Vordermann. Über ein kurzes Dankeschön bei Manuel fuhren wir direkt nach Hagen.
Einige Stauumfahrungen aufgrund schwerer Unfälle verzögerte unsere Ankunft auch etwas. Ein Telefonat mit Claudi war am Abend wir versprochen natürlich trotzdem noch drin!

Die Entscheidung war tatsächlich nicht leicht, aber definitiv die richtige.