Ich fühl mich wohl, hier in Jena. Man merkt es, die Worte sind fröhlicher. Optimistisch und es macht mehr Spaß, die zu lesen. Jedenfalls sehe ich das so. Und da dieses Werk für mich entsteht, ist das enorm wichtig. Ich freue mich natürlich enorm, wenn auch an diesen Texten Gefallen finden.
Was mir daneben noch auffällt, ist die Tatsache, dass ich hier wieder richtig Lust verspüre, überhaupt etwas zu schreiben. Das ist in den letzten Monaten richtig eingeschlafen. Das muss sich wieder bessern. Von hier aus stehe ich der Zukunft auch sehr freudig gegenüber. Es ist ein anderes Leben. Die Menschen sind jung, hübsch und freundlich. Das Laufen durch die Straßen macht so viel Freude, dass ich es in einer ruhigen Minute immer wieder gern mache. Das schreibe ich bereits am 2. Tag, muss dazu gesagt werden.

Ich war heute mit Tina und Frederike in der Universitäts-Bibliothek der Wirtschaftswissenschaften. Die Auswahl von der FernUniversität Hagen versehen mit dem Leben einer jungen Stadt – sprich eine richtige Bibliothek. In der Atmosphäre macht das Lernen gleich mehr Spaß, auch wenn ich demnächst mehr aufpassen muss, dass ich von den einrieselnden Eindrücken nicht ständig abgelenkt werde. Ich musste dann zwar mitten im Lernprozess abbrechen, weil ich die Zeit total verschlafen habe und mein Parkticket bereits abgelaufen war, aber immerhin hatte ich noch kein bösen Zettel dran. Danke für die anfängliche Gnade, so wird man als Neubürger begrüßt. Nicht wie in Hagen, wo man direkt vor der Haustür nach unnötigen Beschwerden von Nachbarn einen orange-farbigen Zettel an der Scheibe kleben sieht.
Obwohl ich eigentlich vorhatte, noch ein paar Besorgungen für die Wohnung zu tun, fuhr dich gleich zurück nach Hause. Dieses „Nach Hause“ hört sich so wohlklingend an, ist verbunden mit Begeisterung. So muss das sein. Wenn ich nicht so fatalen Muskelkater von gestern hätte, würde ich durch die Gegend tanzen, aber dafür bleibt auch am Wochenende noch genügend Zeit.

Jetzt ist es Zeit für ein Bier. Prost!