Es kommt, dass man sich kaputt macht. Aber will man das wirklich? Vielleicht tut es gut, mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen und auch die negativen Elemente des Lebens zu spüren. Dennoch frage ich mich, aus welchen Grund sich verschiedene Leute gerade danach sehnen. In Anlehnung an einen vergangenen Artikel frage ich mich, wieso man sich lieber verletzen lässt als auf anderem Weg glücklich zu werden.

Erzähl mir davon 

Obwohl ich gerade ziemlich nachdenklich bin, fühle ich mich gut. Ich zitter, mir ist kalt, aber ich fühl mich wohl. Gerade kann mich nichts ablenken, die überlaute Musik meiner Kopfhörer übertönt alles. Ich sehne  mich in diesem Moment nach einem Balkon in Lobeda-West. Vor mir steht ein traumhaftes Mädel, schwarzhaarig. Ich ümarme sie. Chucky streichelt mich. Im Hintergrund läuft der Soundtrack von Cats. Ich stütze mein Kinn auf ihrer Schultern. Es ist egal, wie spät es ist. Es ist egal, dass die Feuerwehr vor dem Haus hält. Denn es sind wir, die die Situation so besonders machen. In Szene gesetzt von Sternenhimmel und hellen Mondschein, stehen wir da.
Jetzt wundert mich auch überhaupt nicht, dass zufällig im Radio genau das Lied läuft, dass ich mit dieser Person verbinde. Aber um die Person geht es gar nicht. Das Gefühl. Das Gefühl der Geborgenheit, sich fallen zu lassen. In Gedanken zu schwelgen und nicht an morgen zu denken. Den Moment zu genießen. Das sind eher die Dinge, die das Ganze so attraktiv machen. Nun könnte die Frage sein, wie man diese Gefühle ohne die Person entwickeln kann. Und genau da sind wir bei dem eigentlichen Problem angekommen.