Heute ist der große Tag. Ich hätte nicht gedacht, dass er so früh kommt, aber ich nehm das gern so hin. Klar habe ich dafür einiges gegeben und andere verletzt, dennoch ist die Entscheidung die richtige. Heute ist die Wohnungsübergabe in Jena.
Hochmotiviert habe ich die letzten Tage die wichtigsten Dinge für die nächste Tage in Thüringen zusammengepackt. Die Möbel werden vorerst komplett in Hagen verweilen. Nur braucht mein zweites Standbein erste Gehhilfen, angefangen vom Klopapier, dem Bettbezug oder Besteck. Der Tag begann früh. 6 Uhr klingelt der Wecker. Nach kurzen Zusammentragen noch fehlender Dinge war mein erster Gang, der ins Fitness-Studio. Auch, wenn ich lange nicht da war und bestimmt auch lange nicht mehr da sein werde, hat mir das einen Schub gegeben. Das war quasi die Aufwärmung für einen aufregenden Tag.
Nach einer Weile mit den Geräte, kümmerte ich mich um meine Utensilien. Die wollten irgendwie ins Auto. Und das war mit unzähligen Gängen von rauf nach unten und unten nach rauf verbunden. Gute Beinarbeit!

Nachdem ich endlich alles beisammen hatte, ging die große Tour los. Ab ins Paradies. Das erste, was mir in die Augen fiel, war ein Plakat: „Jena leuchtet. Und das bis zum Bodensee.“ Die Anspielung auf die Eröffnung des Festjahres der kleinen idylischen Wissenschaftsmetrole finde ich sehr gelungen.
Die Wohnungsübergabe verlief problemlos, vom Hausmeister lies ich mir nochmal das gesamte Haus mit Briefkasten, Keller und Co. zeigen. Man kann sich gut verlaufen. Leider kann man den Panorame-Blick, die Sauna-Landschaft und das interne Fitness-Studio des ehemaligen Holiday Inn-Hotels nicht mehr nutzen. Aber dafür bin ich da und das ist auch gut.
Eine ganze Zeit habe ich noch damit verbracht, mich einzuräumen, auszupacken, sauber zu machen und hinzustellen. Schließlich wollte das, was ich am Morgen noch fleißig ins Auto räumte auch wieder raus und das an möglichst geeignete Stellen. Danach ging es recht zügig an das wichtige in meinem Leben – nach Familie, Freunde und IT-QBase 😉
Gemeint ist natürlich das Lernen für die anstehenden Klausuren. Ich kann mich wunderbar konzentrieren, brauche aber für den Schreibtisch wohl noch einen passenden (einstellbaren) Stuhl.

18 Uhr: Verabredung mit Tina. Eine Tanzsportart, dessen Namen ist mir nicht merken konnte, wollten wir gemeinsam mit Frederike verursachen. Diese Verausgabung sämtlicher Muskeln, selbst die in den Zehen werde ich mit Verbindung meiner morgendlichen Sportaktivitäten sicher die nächsten Tage gut spüren. Es war einmal etwas anderes, was Spaß gemacht hat und in Gesellschaft mehr Freude als McFit bereitet.
Danach kurz frisch gemacht und ab zum Salsa. Obwohl Martin das nicht kann, nutze ich die Gelegenheit für ein Willkommens-Weizen. Das kam klasse an und in der Umgebung talentierter Tänzer und Tänzerinnen brachte es einen zusätzlichen Genuss.

Der Tag war insgesamt sehr anstrengend, aber schön. Ich habe ihn genossen. Nachdem ich Tina nach Hause gebracht habe, wurde mir eines klar: Ich bin glücklich. Mit den nächsten Tagen werde ich dasselbe tun. Fleißig sein und Lebensfreude tanken. Morgen werde ich mir erstmal ein Monatsticket für die Straßenbahn (JeNah – Jenaer Nahverkehr) zulegen, um die Stadt zu erkunden und Wissen aus allen Bibliotheken sammeln zu können.

Jetzt bin ich erstmal sehr gespannt wie ich die erste Nacht im Paradies schlafen kann?!