Der Tag sollte ruhig seinen Abschluss finden. Für 19:30 Uhr war ich mit Claudi verabredet. Da wir das allerdings vor einer Woche ausgemacht haben und seitdem wenig redeten, war ich eher skeptisch. Ich nahm Jena Paradies, den Film, den wir schauen wollten gar nicht erst mit. Ich war pünktlich vort Ort. Im Gegensatz meiner Erwartung war Claudi zu Hause. Zwar überrascht, weil sie nicht dachte, dass ich komme – obwohl sie über den Eintrag in ihrem Terminbuch heute noch nachdachte. Egal, mich enttäuscht sowas bei bestimmten Personen nicht mehr. Da sie natürlich mittlerweile andere Verabredungen für „unsere“ Zeit hatte, wollte ich schnell wieder weg. Sie hielt mich und machte mir zumindest noch ein Angebot: „Komm‘ doch heute Abend mit auf eine Party“. Wie man mich kennt, dachte ich nur kurz nach und stimmte zu. So, nun gilt es, die Zeit bis 23 Uhr zu überbrücken.
Ich fuhr also nochmal nach Hause. Ich telefonierte in der Bahn mit Lars, der mir wichtige Fragen zum Praxissemester beantworte. Zwar fand ich es nicht so toll, da ich in der Bahn so sprach wie es mir bei anderen Leuten schnell auf die Nerven geht. Leider war es wichtig 🙂

Zu Hause angekommen, war meine Lust am Ende. Die Müdigkeit nahm stark zu. Aber ich bin nur einmal jung und überredete mich wieder. Denn ich wollte zumindest meine Verabredung einhalten. Ich schaute „Topmodels“, um die Zeit zu dem Telefonat mit Tina zu überrücken. Das Telefonat brachte mich etwas in Bredoille. Das fand nämlich genau in der Zeit statt, wo ich mich „fertigmachen“ wollte. Das geschah dann in notdürftigem Umgang nebenbei. Um die Bahn noch zu schaffen, musste ich Tina sogar abwürden. Tut mir Leid, ich bitte um dein Verständnis. Ein Sprint musste ich dann dennoch einlegen…

Da ich eine andere Bahn wie geplant nahm, war ich eher da und konnte noch in aller Seelenruhe über den Ernst-Abbe-Platz schlendern. Ich entdecke dabei den äquivalenten Fachbereich zu meinem. Claudi beteuerte vorhin sogar ihre Pünktlichkeit. Und was war, sie war überpünktlich. Das beeindruckte.
Wir machten uns also gemeinsam auf. Ich wusste noch immer nicht, was genau der Abend bringt. Verraten wollte man mir einfach nichts. Als wir im Löbdergraben einkehrten, dachte ich, es wird eine ruhigere Privatparty – vielleicht ein Spieleabend. Diese Überlegung wurde recht schnell nachschlafen, denn die dort wartenden 5 netten Mädels munkelten vom „Uma Carlson“. Wir blieben auch nicht lang und machten uns flink auf die Hufe in den Tower. Dort war die 100. Semesteranfangsparty, offiziell „Die kleinste Semesterantrittsparty“ genannt.
Anfangs war alles noch recht überschaubar, der Platz zum Tanzen groß. Schnell wurden es FH ähnliche Zustände. Zwar waren die Kapazitäten der Gaderobe nicht ausgeschöpft, aber es waren einige Menschen vor Ort. So kann man das beschreiben.

Semesterantrittsparty

  
Es wurde etwas getanzt, ja. Als ich kurz vor 4 Uhr gefragt wurde, ob wir gehen wollen, wusste ich erst nicht so recht, wie ich antworten sollte. Aber auf jede Nacht folgt ein Morgen (Ich gehe während meines Lebens jedenfalls davon aus). Nach einem kurzen zusammenfassenden Gespräch mit Anett fuhr ich in netter Begleitung in Richtung Lobeda. Wir konnten sogar bereits wieder die direkte Bahn nehmen, die erste des Tages. Natürlich konnte ich mir es nicht nehmen lassen, die Danie noch nach Hause zu bringen. Ich weiß, dass ich sie wiedersehen möchte. Bald.
Alles insgesamt paradiesisch, so kann sich ein Abend gern wieder mal entwickeln.

Der Morgen „danach“ begann um 7 Uhr. Die Erschöpfung war noch recht groß, folgend hämmerte ich auf meinen Wecker. Nur nicht an der richtigen Stelle, sodass er nach 8 Minuten wieder ansprang. Das machte ich eine ganze Weile.
Die Motivation stieg schnell und der Tag begann wie gewöhnlich…