In Gedanken war die Durchführung des Pfingstwochenendes in Haltern am See schon öfter, wurde jedoch aufgrund aktueller Anlässe und anderer Planungen verworfen. Am Samstagmorgen überkam mir die Lust auf den dortigen Strand. Spontan rief ich Tina an und fragte, ob sie Lust hat, mitzukommen. Auf der anderen Seiten sagte ich andere Verabredungen für das Wochenende ab. Eine halbe Stunde später ging es schon los.
Ich holte Tina in Winzerla ab, um mit ihr gemeinsam nochmal zu ihrer Mum zu fahren, damit sie ein paar Sachen für das Wochenende zusammenstellen konnte. Kurze Zeit später waren wir auch schon auf der Autobahn in Richtung Nordrhein-Westfalen. Die Vorfreude war groß, das Wetter ein wahrer Traum und die Fahrt nur Routine. Etwa 4 Stunden nach unserem Start kamen wir im nördlichen Ruhrgebiet an. Mich wunderte direkt, wie wenig los sei. Ich kenne die Gegen nur total verstaut und die Silbersee-Landschaft zugeparkt. Nichts dergleichen war zu spüren. Somit hatten wir glücklicherweise auch keine Probleme mit dem Parkplatz-Finden. Als wir am Strand ankamen, waren doch ein paar Menschen da. Nach der Fahrt sprangen wir direkt ins Wasser und holten uns die verdiente Abkühlung. Wieder draußen, wurde ich auf einmal angetippst. Wer kann das wohl sein? Natürlich Tim. Das mir bekannte Auto habe ich vorher auf dem Parkplatz schon entdeckt und ihm sogar ein Zettel geschrieben. Aber so wars doch recht einfach. Komischerweise lag die Herner Truppe um Simon, Stamm und Nick nur etwa 10m von uns entfernt, was uns bei der Ankunft jedoch nicht direkt aufgefallen ist.

Nachdem immer mehr frischer Wind aufzog, machten wir uns zum letzten Badegang und danach direkt los. Ist ja auch nicht so, dass wir kein Programm mehr hätten. Wir wollten nämlich direkt zu Dirks Geburtstagsfeier nach Bochum aufbrechen. Jedoch vorher noch ein paar Lebensmittel einkaufen.
Dort angekommen wurden wir herzlich empfangen. Etwas verwundert, dass ich nicht allein kam, dennoch freundlich wie immer. Die Trauerfeier einer Motte, die in einer Lampe anfangen hat zu brennen, war späterer Anlass, weiter in Richtung Hagen zu fahren. Dort angekommen brachte ich noch alles in seine Ordnung und habe den den nächsten Tag vorbereitet. Denn der sollte recht früh beginnen.

Ein Alptraum riss mich kurz nach fünf Uhr aus dem Schlaf. Leider konnte ich auch nicht wieder einschlafen. Das war allerdings auch nicht so tragisch, weil wir sowieso recht früh munter sein wollten. Tina wollte nämlich für ihre Mum zum Muttertag noch einen Kuchen backen. Weil wir später mit Tim verabredet waren, musste das auch recht früh passieren. Und durch unser frühes Muntersein gelang uns der Tagesbeginn auch ideal. Ich konnte meine Wäsche machen und Tina nebenbei auch bei ihrem Kuchen unterstützen. Der Kuchen ist ein wahrliches Meisterwerk geworden. Das doppelte Stürzen hat zwar nicht einwandfrei geklappt, aber zumindest hat man auch nicht mehr gesehen, dass er eigentlich verbrannt war 🙂
Nach dem letzten Schleudergang des Kuchen und Bemalen der Waschmaschine (oder umgekehrt) fuhren wir nach Bochum, um dann weiter mit Tim in Richtung Haltern zu stürmen. Der Tag dort war relativ entspannend. Außer den ganzen Tag in der Sonne zu liegen und richtig zu relaxen ist nicht viel passiert. Naja, man war einmal ein Bier holen und ein paar mal im Wasser, aber Stress kam da nie wirklich auf. Wir planten dann auch bereits den Abend, der so einiges bereit hielt. Vorher jedoch mussten wir nochmal fix nach Hagen fahren, um alle wichtigen Utensilien für den Abend und die Heimreise zu holen. Dennoch, wir blieben im Zeitplan und der Abend konnte los gehen.

Nachdem wir bei Tim ankamen, wurde nur kurz geplaudert und sich dann zügig auf den Weg in die Bochumer Innenstadt gemacht. Unser erstes Ziel: Bermuda-Dreieck. Nach mehrmaligen Hin- und Herr blieben wir im Hooters hängen, total unbewusst natürlich. Ich finde die horenten Preise im Leistungsverhältnis nicht gerechtfertig. Und die orange-farbigen Babywindeln der Hooters-Girls sind auch nicht attraktiver als die Unterhosen meiner Oma. Aber deren Geschmack möchte ich jetzt nicht schlecht machen.
Kurze Zeit später machten wir uns weiter in die Bochumer Tanzbar schlechthin, das Zensi. Jeder, der den Discostadl kennt, wird an der Stelle zu recht mit dem Kopf schütteln. Heute allerdings war nicht alt so viel los, was sicherlich an den traumhaften Sommer-Temperaturen liegt. Trotzdem war unsere Stimmung ganz gut. Ich konnte nette Kontakte schließen. Der DJ war so schlecht, dass es eigentlich gut war, dass er frühzeitig Feierabend gemacht hat. Danach zogen wir noch ins Bermuda-Dreieck und ich konnte weitere nette Menschen kennenlernen und den Kontakt von Fans des VfL Bochum zu meinem Favoriten FC Carl Zeiss aufbauen. Ich bin fernab meiner eigentlichen Gruppe in einige Bars eingekehrt, war dann allerdings sehr froh, dass ich auf dem Weg zurück, Tina und Tim wieder getroffen habe. Somit war der Weg ins Bett und Schlafplatz gesichert.
Danach wird die Erinnerung schwammig, weil ich bereits im Auto einschlief…Gute Nacht.

Der Tag danach begann am frühen Nachmittag. Nach einem Mittagessen und zwei Aspirin-Tabletten war ich langsam wieder auf dem Damm. Nach einigen Stunden zur Beruhigung meines Kreislaufs starteten wir die Fahrt zurück ins Paradies. Und was haben wir vergessen: Den Muttertags-Kuchen…