Der FC Carl Zeiss hat eine weitere Chance im Abstiegskampf bekommen. Mit der 5:0-Klatsche in Hoffenheim wurde der letzte Strohhalm um einiges verkürzt. Dennoch ist das nicht aller Tage Abend, sodass man am heutigen Tag nochmal richtig hätte angreifen können.
Ich war mit Claudi zum Kaffeetrinken verabredet. Ich holte sie wie geplant und überpünktlich ab. Über die Ernst-Abbe-Bibliothek, die sich weder in ThuLB (Thüringer Landesbibliothek) oder dem Ernste-Abbe-Campus (Neue Universitätsgebäude) befindet, ging es rasch zu mir. Meine Kaffeemaschine ratterte, Claudi telefonierte und ich verschwand im Bad – musste mich unbedingt duschen. Das ist an sich unnötig gewesen, wie sich wenig später zeigte. Wir haben uns spontan doch noch dafür entschieden, zum Spiel von Carl Zeiss gegen Osnabrück zu gehen. Rasch mit dem Auto hingefahren, stellten wir bedauerlicherweise fest, Parkplätze können mehr da sein. In Kilometerentfernung fanden wir dann doch noch eine kleine Ecke und sprinteten zum Spiel. Nachdem wir die Karten hatten und im Stadion waren, fing es plötzlich an, in Strömen zu regnen. Sehr schön. Und wieder waren die Haare nass. Vor allem sah es nicht danach aus und ich war dementsprechend kleidungsmäßig wie die anderen 10.000 nicht gut vorbereitet. Vor einigen Jahren war das noch anders, der Parkplatz leer und man kannte die 1.000 Leute im Stadion. So ist es trotz meiner regelmäßigen Kritik dennoch schöner, der Rückhalt hilft der Mannschaft. Hoffentlich.
Das Spiel begann klasse, der FCC drückte enorm. In der zweiten Halbzeit nahm der Druck zu und das erste Tor für die Thüringer fiel. Schnell kam wegen Resignation der Ausgleich, das Spiel war gegessen. Sieht man das Chancenverhältnis, hätte der FC Carl Zeiss mit min. 4:1 gewinnen müssen. Großchancen, die man lächerlich vergeben hat.
Das ist zu wenig im Abstiegskampf. Nun gilt es eben am Mittwoch in Aue ranzuglotzen…