Danke. An dieser Stelle möchte ich meiner Lieblingszeitung DIE ZEIT öffentlich danken. Seit der Ausgabe 48/2003 vom 20. November 2003 bin ich begeisteter Leser Ihrer Zeitung. Der DAX stand noch bei armseeligen 3654,3 Punkten und feierte ein rohes Fest zu Weihnachten, heute sind es mehr als doppelt so viel. Genau das ist der Fall, was ich schon immer behaupte, es geht aufwärts, aber offensichtlich so schnell, dass es keiner mehr wahrnimmt. Zur der Zeit, beim TÜV im Wirtschaftsunterschrift wurde die Aufgabe, DIE Zeit zu studieren und etwas über den Stil und die Gedanken eines ausgewählten Artikels herauszufinden, von den meisten eher als Belastung angesehen. Wir hatten 2 Wochen zur Verfügung, uns intensiv mit der Zeitung und derer Artikel zu beschäftigen. Also länger als eine ZEIT aktuell ist, dachte ich. Ich habe mich der Zeitung auch erst am Wochenende vor Abgabe gewidmet und wurde erstaunlich gefesselt. Voller Begeisterung las ich jeden Artikel und DIE ZEIT war fix leergelesen. Meine damalige Freundin musste mir ungewohnterweise bei Lesen dieser Lektüre zusehen. Seitdem bin ich vor ihr überzeugt. Also nicht von der Freundin, denn die gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr. DIE ZEIT war sicher nicht der Grund, weswegen wir uns getrennt haben. Eine Trennung von der ZEIT kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Das Empfinden, am Wochenende gemeinsam im Bett zu liegen, ist jedoch mit einer Frau an meiner Seite auch ein wohliges Gefühl. Es ist gar nicht lange her, wo Danie mir genau dies bescherte. Ich werde nicht nur diese Momente vermissen – denn so traurig es klingen mag, das was bleibt, ist die Zeit. Auch, wenn man es in Klausur-Phasen unregelmäßiger schafft, tief einzusteigen, werden die gesammelten Stapel natürlich noch immer sukzessive abgearbeitet.

Zeit 48/2003

 

Es ist die einzige Pflichtlektüre, der ich nachgehe. Weder GZSZ noch die Tagesschau oder Tagesthemen haben ähnliche Priorität. Ich kann Herrn Dr. Werner an dieser Stelle nur nochmal ganz herzlich für diese Bereicherung meines Lebens danken. DIE ZEIT hat mich schon durch so einige Lebenslagen begleitet. Sie ist zu Hause, war im Urlaub, fliegen, schippern, fahren, segeln und das volle Programm. Hat geweint, gejubelt, war traurig und umso glücklicher. Ich verfolge die Entwicklung der Zeitung. Ich stehe nicht bei allen Entwicklungen begeistert dahinter, aber finde den Fortschritt insgesamt sehr gut. Was die dahinterstehende Holtzbrink-Gruppe denkt, versteh ich manchmal überhaupt nicht. Die Anteile an der T.N.T. Group kann ich aus ideologischen Gründen nicht akzeptieren. Aber Warum z. B. bringt DIE ZEIT als Anteilseigner von StudiVz keine Aufklärung über die hochgepushten, dennoch harmlosen AGBs und Werbevorhaben? Manchmal muss man Wort ergreifen, was die ZEIT ruhig mal wieder etwas provozierender tun sollte. Die Methode, 2 gegensätzliche Meinungen gegenüber abzudrucken ist dafür und ähnliche Zwickmühlen wie die Bevorstehung der Bahnprivatisierung doch eine sehr begrüßenswerte Verfahrensweise.
Ich freue mich noch wie vor 5 Jahren auf jeden Donnerstag. Mittlerweile ist die Zeit knapper geworden, aber ich bin momentan dabei, mit wieder mehr Ruhe für meine Geliebte ZEIT zu nehmen. Ich schaff das und hoffe, DIE ZEIT bleibt auch Zukunft das, was sie war und ist, einfach eine genussreiche Lektüre…