Ich kam von der bayrischen Landeshauptstadt 22:52 Uhr in Jena an. Das klingt an sich nicht spektakulär. Man muss wissen, dass eine Straßenbahn genau 22:52 Uhr vom Paradiesbahnhof mich vor die Tür fährt und ich alternativ eine halbe Stunde warten muss. Und wenn man bereits seit 7:00 Uhr auf den Beinen ist, macht die halbe Stunde effektive Leerzeit einen gewaltigen Unterschied. Also sprang ich aus dem Zug und sprintete vor die Straßenbahn. Eine nette Passantin bekam meinen Ehrgeiz mit und stellte sich in die Türen. So konnte ich die Straßenbahn erreichen, die eigentlich schon weg war. So habe ich auch noch etwas Sport gemacht, was sicherlich nicht schadet, da das momentan zu kurz kommt.

Im Holiday Inn telefonierte ich noch mit Sarah und beschloss einen spontanen Besuch. Die Weinberge Bingens liebe ich bekanntermaßen und jede Ablenkung sehe ich derzeit als willkommenes Geschenk. Von daher soll es direkt am nächsten Tag nach erledigter Arbeit an den Rhein gehen. Ich bin extra früh aufgestanden, damit ich frühzeitig los konnte. Die Fahrt durch halb Deutschland dauert eben auch eine Weile. Als vor Sarahs Tür stand, war ich etwas verwundert, dass sie nicht da war. Kurze Zeit später rief sie an und wir verabredeten uns für später. Von daher hatte ich noch ausgiebig Zeit zu spazieren, Eindrücke der dort stattfindenden Landesgartenschau wirken zu lassen. Insgesamt eine sehr entspannende Zeit bei Kaffee und Weizen. Ich traf selbstständlich wieder auf Ruhrgebietler. Diesmal aus Gelsenkirchen. Es war eine Familie und der Vater outete sich mit seiner „GE“-Mütze. Ich hatte sogar noch etwas Zeit, den Griechen um die Ecke zu testen. Das gefiel mir so gut, dass ich zu spät zum Treffen kam. Aber das war überhaupt nicht spektakulär, da Sarah immer noch ihre Freundin Franzi hatte. So machten wir uns dann zu dritt einen schönen Abend und schauten bspw. den Film „Vollididiot“ mit Olli Pocher. Mein Urteil: Schlecht bis unerträglich. Ich kann nicht verstehen, dass Leute von dem Film angetan sein können.
Irgendwann schliefen wir. Und frühzeit wachte ich wieder auf. Gegen einen eingespielten Schlafrhytmus kann man nichts tun. Nach einem Frühstück wollte ich mich dann auch verabschieden…

Ich telefonierte mit Tim und beschloss die spontane Weiterfahrt Bochum.