Ist schon ungewöhn, ich besuche Tim. Der ist nicht da und ich gehe mit frisch kennengelernten Leute Kaffeetrinken. Ich war mit Vicky, Sandra und Co. verabredet.

Gegen 10 Uhr machte ich mich auf den Weg in Zentrum von Wenigerode. Es war unglaublich warm und die Strecke zog sich ganz schön. Am Rand der Harzbahn rauchte es regelmäßig und gab dem Spaziergang ein gewisses Flair. Nach kurzem Telefonat, trafen wir uns direkt gegenüber von Ernsings Family. Wer kennt den Laden nicht. Lustigerweise fand ich ihn ohne Nachfrage. Plötzlich stand ich davor. Mein Hunger war jedoch so groß, dass ich nicht am Kartoffelhaus vorbeikam. Ein ausgiebiges Vorfrühstück sozusagen. Meine Ankunft verzögerte sich dementsprechend.
Mich freute, die Leute wieder zu sehen. Ich kannte zwar im Prinzip keinen bzw. keine, dennoch fühlte ich mich irgendwie wohl. Dummerweise war deren Frühstück bereits gelaufen, meines ja eigentlich auch. Nur so blieb nicht viel mehr Zeit als für einen schnellen Cappuccino. Danach machten wir uns es allerdings erst richtig schön. Wir spazierten durch die historische Altstadt und schauten uns unter anderem das „Schiefe Haus“ oder das „Kleinste Haus“ an. Zwei skurrile Denkmäler, die von dem Schloss locker getopt wurden. Der Aufstieg war bei etwa 30 Grad ziemlich mühselig. Jedoch wurde man durch ein tolles Schloss und eine herrliche Aussicht belohnt. Man sah sogar die Sprungschanze, wo Jens Weißflog immer noch den Rekord hält. Dummerweise habe ich nur vergessen, um welche Skisprung-Schanze es sich genau handelt.
Nachdem wir uns genug entspannt haben, führte uns der Weg wieder ins Zentrum. Mittlerweile war es Zeit für den nächsten Kaffee. In Folge dessen musste sich Vicky leider nach Göttingen verabschieden. Natürlich begleiteten wir sie noch zum Bahnhof.

Danach fuhr ich mit dem Bus zur Hochschule Harz und besuchte Tim kurz. Da er sich in der Klausurenphase befindet, war es auch ganz praktisch, dass ich eigentlich den ganzen Tag nicht da war. Wir sprachen kurz über unseren weiteren Plan. Denn wir hatten nur etwa 1 Stunden, um die gestrige Feier zu reflektieren, da er danach mit jemandem verabredet war.
Ich machte mich also auf den Weg in ein örtliches Restaurant, wo ich das geilste Wiener-Schnitzel aller Zeiten bekommen habe und das zum Preis von etwa 7 Euro. Ein Wahnsinn. Ich habe das günstige Essen natürlich mit erhöhtem Weizen-Konsum kompensiert und durfte auch über eine Stunde nach Lokalschließung noch weiter sitzen und in Ruhe arbeiten. Als sich auch mein Tageswille dem Ende näherte, lief ich noch kurz bei Fabbi am Fenster vorbei. Wir erzählten noch eine ganze Weile. Schön, dass man außerhalb des Ruhrgebiet immer so nette Leute aus der Umgebung trifft. Wieso nicht einfach mal direkt dort? Naja, es gibt ja auch einige sehr positive Beispiele, die ich sicherlich mehr sehe als alle negativen Eindrücke.

Als ich dann bei Tim noch bisschen Harz TV mit einer interessanten Tourismusvorlesung schaute, gesellte mein Gastgeber sich auch dazu. Aber nach einem Bier war war der Abend dann auch gelaufen und wir schlummerten…