Ich habe gestern Abend spontan mit Tim telefoniert, da er sich Deutschland in nächster Zukunft für eine ganze Weile entfernt. Er hat mir von seiner geplanten Abschiedsparty erzählt. Da ich Partys und mich im Gegensatz zu zurückliegenden Klausurphase nichts in Jena hält, wollte ich ihn genauso spontan besuchen. Am nächsten Morgen habe ich noch gut ausgeschlafen, um mich danach direkt los zu machen. Auf in den wilden Harz. Mein Navi führte mich durch idyllische Dörfer, die seit 20 Jahren stehengeblieben sind, genauso wie hübsche Gegenden wie das Kyffhäufer Gebirge. Meine Reifen haben mit 30km/h noch nie gequietscht. Ich bin sehr angetan von der kurvigen Strecke. Nachdem ich nämhafte Städte wie Schirke und Elend hinter mir lies, war ich endlich da. Das Bier musste erstmal kühl gestellt werden. In der Zeit hatten wir Gelegenheit für die Party einen leckeren Salat zu fertigen: Nudel-Thunfisch-Salat – Vom feinsten!
Nachdem das Bier abgekühlt war, machten wir uns auf den Weg durch die Stadt. Erste Eindrücke von meinem letzten Besuch kamen wieder. Zwar duster, aber immerhin. Ich lernte Tims Kollege Christian aus Bielefeld kennen, danach Fabbi, dem dasselbe Leid wie mich aus Hagens Nachbarstadt plagt. Immerhin hat er einen angenehmen Studienort im Harz gefunden.

Die Feierlichkeit später war nicht das Beste. Ich habe seit Ewigkeiten mal wieder Volleyball gespielt, was wirklich toll war. Nach dem Ende des Spiels mit den Jungs von Tim und deren Abzug, wartete ich kurz auf die nächste spielwillige Gruppe – glücklicherweise eine Horde von Mädels. Die Wirtschaftspsychologen waren nett, sodass ich den restlichen Abend mit ihnen verbrachte. Ab und an mal nebenan vorbei geschaut und alles für richtig befunden. Tim war beschäftigt, genauso wie ich meine erste Therapiestunde genoss. Ich habe mich lange Zeit mit Vicky aus Worms unterhalten, die mittlerweile in Göttingen studiert. Als sich die Partys dem Ende zuneigten, verabredeten wir uns für den nächsten Morgen.
Tim war etwas durcheinander. Ich sollte mit zu ihm kommen, dann wieder doch nicht. Ich blieb also bei Fabbi. Wir schnackten über die zahlreichen Fascetten des Ruhrgebiets und die Einöde des Harzes. Ich weiß nicht genau wann, aber irgendwann kam er und hat mich „abgeholt“. Und dann ging es schnell zum Schlaf über…