Auf den Weg ins Ruhrgebiet, das übliche Problem. Natürlich stand ich kurz vor Hagen im Stau. Nichts ging mehr. Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei versuchten sich durch die Autokolonne zu quälen. Etwa 10 Meter vor mir war Schluss. Die 10km Stau hinter mir waren noch zu passieren, aber dann…Eine wichtige Feststellung ist aus, dass die verschiedenen Einheiten zuu wenig kommunizieren, sonst hätten nachfolgende Einheiten den Versuch gar nicht erst waagen brauchen. Das ist durchaus ausbaufähig. Ich stand 2h im Stau und hatte dementsprechend Zeit etwas Sinnvolles zu tun. Ein Hoch auf die Erfindung von Notebooks und UMTS. Dank meiner wiedergekehrten Sucht wurde es auch nicht langweilig.
Über Umwege fuhr ich dann über Landstraßen zur A43. Ein Navigationsgerät ist schon etwas Tolles. Der Rest des Weges war nur Formsache. In Bochum angekommen, klingelte das Handy auch direkt. Etwas verwundert, vorher die Leute von meinen spontanen Plänen erfuhren, verabredete ich mich für den Abend direkt. Es hieß nämlich: Eröffnung des Bayern-Zeltes auf der Cranger Kirmes.

Wir fuhren zu Andre, um das übliche Vorgeplänkel mitzunehmen. Dort warteten natürlich ein paar andere Genossen, mit denen sich der Abend gestalten sollte. Wir gingen zu Fuß an den Rhein-Herne-Kanal. Ich sorgte für viel Gelächter als ich eine Bierflasche in einen aufgehängten Mülleimer an einer Bushaltestelle warf. Ich wollte vorbildlich sein. Aber nein, irgendein Spaßvogel hat den Boden abmontiert, sodass die Flasche demzufolge direkt auf die Straße fiel und sich im Bruch erwartungsgemäß gut verteilte. Ein Schauspiel für die Götter.
Auf der Cranger Kirmes angekommen, traf ich natürlich direkt auf Sandra. Hat mich gefreut, dich wieder zu sehen, allerdings musst du meine verhaltene Reaktion verstehen, da wir uns erstmal selbst einfinden mussten. Im Bayern-Zelt war der erste Eindruck, eine impulsante Massenschlägerei und unglaublich viel verspritzten Blut und Platzwunden. „Herzlich willkommen im Ruhrgebiet dachte ich“…Die Security versuchte für Ordnung zu Sorgen, aber im Nachhinein ist das ziemlich zwecklos. Im Vergleich dazu war der restliche Abend nur Formsache, da Kathi & Co. sowieso erst morgen da sein werden. Ein paar Bier flossen natürlich trotzdem…
Auf den Weg zu Tim nahmen wir noch Simon mit, der in 3h wieder arbeiten musste. Naja, der Weg zog sich auch für uns 😉
Nur konnten wir gemütlich ausschlafen.