Nachdem der gestrige Abend sehr ausgiebig war und auch die Großstadt Nürnberg über keinen ausgiebigen öffentlich Nah-Nachtverkehr verfügt, liefen wir die 2km zu Pio. Das war ganz nett. Im Nachhinein bin ich der einzige, der sich daran bzw. die geführten Gespräche erinnert, was ich ziemlich witzig finde.
Mein Problem in der Nacht, war nicht, dass ich auf dem Fußboden schlafen musste. Nein, ich kam einfach nicht zur Ruhe und konnte trotz wahnsinniger Müdigkeit nich schlafen.

Nachdem wir „ausgeschlafen“ und gemütlich gefrühstückt haben, machten wir uns auf den Weg zur nächsten Veranstaltung. Da wir etwas früh dran waren, hatten wir noch Gelegenheit im Nürnberger Black Bean einen überzuckerten Cappucino als Martin zu trinken. Die Kellnerin war überfordert und mit meinen Wunschzutaten leider nicht ausgestattet. Von daher musste ich meinen Zuckerschock-Drink abschwächen. Als wir eine Weile in der Sonne brutzelten, sahen wir einige japanische Manga-Figuren durch die Innenstadt laufen, was sehr interessant, aber vor allem ungewohnt ausschaute. Dieser Trend aus Fernost, Crossplay, ist eine neue Form sich mit seinen virtuellen Figuren zu identifisieren. Bilder dazu werde ich an dieser Stelle online stellen.
Wenig später kamen 2 Couch Surfer vorbei und gesellten sich in die Runde. Beide redeten mit leicht bayrischen Akzent. Als wir uns darüber unterhielten, wo wir her kommen, fing lustigerweise direkt einer an, mit gewohnt charmanten Thüringisch weiter zu plaudern. Er kommt ursprünglich aus Ilmenau. Dieser Umschwung war eine wahre Freude.
Als Nächstes ging es weiter zum Hauptbahnhof, Treffpunkt für die Stadtrallye. Nach anfänglichen Schwierigkeiten des Verständnisses der Aufgabe, ging es los. Auf zum Sieg. Wir spindeten durch die Stadt und mussten Aufgaben erfüllen. Z.B. fragwürdige fränkische Ausdrücke ins Hochdeutsch übersetzen, herausfinden, wie viele Kinosääle das Imax hat oder wann wie lange welche Gebäude gebaut wurden. Die Motivation war groß und Ilka, ein Gruppenmitglied wollte alles geben. Sie wurde auf Dauer jedoch immer mehr unterdrückt, sodass Zeit blieb mit anderen Leuten gemütlich ein Bier zu trinken oder a lekker Wurtstl zu essen. Danach gaben wir auf. Also holtenwir uns ein Maß und legten uns in einen Schlosspark, was sehr entspannend war.

Wir fuhren zu Pio, um uns nochmal frisch zu machen bevor am Abend die große Party im (ehemaligen) Desinfektionszentrum steigen sollte. Als wir dort ankamen, waren schon die meisten Leute da. Wir waren durch die letzte Nacht und den anstrengenden Tag doch sehr geschlaucht, aber es musste ja irgendwie weiter gehen. Und für einige Gespräche reichte es allemal.
Am Kicker spielte ich mit einem Zwickauer Besucher gegen Tea und einen Portugiesen. Das Spiel war extrem spannend, dauerte wahrscheinlich eine halbe Stunde, da wir uns kaum etwas nahmen. Dann jedoch legte meine Spielgefährtin den Ball zum 10:9 geschickt ins Netz. Danach gab es noch ein interessantes Gespräch mit Sandra aus Stuttgart, die genauso ausschaute wie die letzte Woche kennengelernte Konstanze aus dem Harz. Wäre witziger, wenn sie es gewesen wäre. Ein Gespräch, mit einem Ingenieur aus Thüringen verlief schnell, da er früh weg musste. So konnte ich meine Aufmerksamkeit wieder der Suomi widmen. Es folgten einige intensive Tanzminuten und Gespräche im Garten. Es war mittlerweile 3 Uhr, die ersten Gäste traten den Heimweg an. Auf der anderen Seite kamen die letzten mit dem Taxi vorgefahren.
Irgendwann viel zu früh starteten wir den Heimweg. Es standen 10km Heimmarsch vor uns. Daher rannte ich auch einem Taxi hinterher, welches gerade an einer Ampel stand. Leider fuhr es 5m vor meiner Ankunft doch ab. Das war sehr traurig. Aber zeigte, ich konnte meine Extremente noch hervorragend koordinieren. An der nächstgelegenen Bahnhaltestelle fuhr dann auch schon wieder die erste Verbindung zum Hauptbahnhof. Das gab uns die Möglichkeit, noch kurz bei McDonalds einzukehren. Sehr erstauntlich war, wie viel da los war. Was für Leute, war das nächste Extrem. Nach dem morgendlichen Dinner, war der letzte Weg nur Formsache.
Vorteil heute Nacht: Die Probleme von gestern scheinen überwunden und mein Schlaf funktionierte. Wenn auch nicht lang…