Archive for September, 2008

Qualitatives Fernsehen ist selten. Schaut man sich in der Sendervielfalt Deutschlands um, fällt auf: Viel Kommerz, viel schlechtes Fernsehen. Nun steht als erstes die Frage, steht mir es zu, Fernsehen zu bewerten? Ich sage ja, immerhin zahl ich brav die GEZ-Gebühren und sehe, dass Teilweise sehr vernünftiges Programm zu Stande kommen kann. Das, was die Privaten seit RTL, Sat. 1 & Co. vergebens versuchen. Die Schere geht, meiner Meinung nach, sogar immer weiter auseinander. Das Programm ist oftmals so schlecht, dass man wochenlang ohne etwas zu verpassen den Fernseher ausgeschaltet lassen kann.
Der Grund diesen Beitrag zu schreiben, ist meine derzeitige Faszination am Sender 3sat. Das Fernsehen der 4 Größen ZDF, ORF, SRG und ARD zeigt mir im Moment sehr deutlich, wozu deutsches Fernsehen in der Lage ist. Da wären die spannenden Thementage zu nennen, die sich einem Bereich für mehrere Stunden ausführlich und aus zahlreichen Perspektiven widmen oder das gelungene 3sat Festival, welches Kaberett & Comedy von eher unbekannteren Künstlern der Extraklasse bietet. Immerhin war Rainald Grebe auch da. Gerade habe ich den bewegenden Film “Le Train – Ein Hauch von Glück” der Romy-Schneider-Reihe gesehen und kann aufgrund der Begeisterung meiner Lieblingsschauspielerin noch nicht recht zur Ruhe kommen. Zurück zum eigentlichen Thema heißt es, dass es durchaus einen Hoffnungsschimmer gibt. Von diesen kleinen niedlichen 3sat wissen zu wenig, wie toll der Sender ist und besonders, was er zu bieten hat.
Einschalten: “3sat – anders fernsehen”

Im Areal der ehemaligen Heinrichshütte in Hattingen ist am heutigen Freitag bei Bauarbeiten eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg explodiert. Die Fliegerbombe flog bei Baggerarbeiten in einem Industriegebiet in die Luft. Die Wucht der Explosion drückte noch Fenster in rund 50 Metern Entfernung ein, eine im Bau befindliche Halle verlor ganze Fassadenteile. 17 Personen wurden verletzt.

Ich bin etwas schockiert wie viele Unfälle wegen der Bomben aus dem 2. Weltkrieg immer noch zur Bedrohung werden. Da kann man nur froh sein, dass jemand schwer zu Schaden gekommen ist.
Die nicht passende ironische Frage, die mir spontan einfällt: Wann wird in Hagen mal gebaggert?

Heute traf ich mich nach langer Zeit mal wieder mit Andreas. Das letzte Mal im Münchner Krankenhaus war nicht so erfreulich, aber der Optimismus durch die positiven Neuigkeiten schier grenzenlos. Von seinem neuen Auto, was er immerhin bereits ein halbes Jahr, erfuhr ich dann nebenbei auch. Also ziemlich direkt auf der Fahrt in die Hagener Innenstadt. Aber insgesamt eben etwas verspätet.
Nachdem ich nun etwa 7 Monate nicht mehr in der Innenstadt war, stellte ich einige Neuerungen fest. Also eine. Es geht vorwärts, langsam. Die Stadt hat eindrucksvolle Wegeweiser in der City verteilt. Angefangen vom Hauptbahnhof, gelangt man nun durch eindeutige Pfeile zum Rathaus oder ins Theater. Wahnsinn, oder?
Trotz meinens Schmunzeln fiel mir das sehr positiv auf. In der City selbst fanden die üblichen Geschäftswechsel statt. Neben 5x KiK kommt nun auch die Billigkette von C&A – Avanti. Von Augsburg in die ganze Welt.

Nach einem kurzen Abstecher durch die attraktive Volme Galerie blieben wir auf dem Friedrich-Ebert-Platz hängen. Wie eigentlich immer. Wir saßen erst in Sonne und wechselten später ins Innere des Lokals. Und dort hatten wir sogar Proben des Jazz-Abends als Untermalung. Gern hätte ich auch Partricia Kelly (Kelly Family?!) live gehört, nur hatten wir noch ein höheres Ziel: Essen. Bevor es allerdings dazu kam, entführte ich Andreas noch kurz in eine große Elektromarktkette. Neben meinen eigentlichen Vorhaben, erstaunten mich die Kaffeepreise. Die wurden nämlich für meine tolle Maschine um 50 Cent erhöht. Die Restbestände in dem Geschäft jedoch nicht. Ich witterte das Geschäft meines Lebens. Lungo, Espresso und Cappucino – eben das, was ich im Übermaß benötige. Mit Andreas zusammen schleppten wir 17 Kartons zur Kasse. Nicht verschwiegen wird an dieser Stelle, dass jemanden von uns alle Kartons runtergefallen sind und zahlreiche Kunden ihren Spaß hatten.
Nach unserer Kaffee kehrten wir in den Ratskeller ein. Mein erster Besuch dort. Klein, niedlich und für Hagen die gehobene Klasse. Nach einem leckeren Essen und dazu passenden Schwätzchen ging es dann langsam nach Hause.
Schön wars, wir müssen da unbedingt dran bleiben.

Es ist grün, es ist ruhig. Die letzten Tage bewege ich mich ausschließlich vom Bett zur Couch und wieder zurück, das mehrmals am Tag. Nach mehreren Telefonaten am gestrigen Tag konnte ich nur sehr unruhig schlafen. Ich habe geträumt, bin aufgewacht, aufgestanden. Weitergeschlafen. Aufgestanden. Weitergeschlafen. Aufgewacht.
Als ich gegen 4 Uhr das letzte Mal an die Uhr schaute, fragte ich mich, wann mein Körper endlich die innere Ruhe findet?! Die wichtigsten Dinge sind aufgeräumt.
7:28 Uhr sah ich das nächste Mal auf die Uhr und dachte nur, bitte nicht…Von draußen nahm ich ein unangenehmes Brummen war. Rasenmäher. Muss das um diese Zeit sein? Ich mein, in jeder Hausordnung ist eine Nachtruhe vereinbart. Und halb Acht gehört da in den meisten Fällen sicher dazu. Einfach mal nachlesen ;)
Eigentlich kann ich mich freuen, schließlich bin ich es nicht selbst, der den Rasenmäher schieben muss, sondern ein wahrscheinlich unterbezahlter Gärtner. Hoffentlich hat er Spaß bei der Arbeit, wenn er mich schon um den Schlaf bringt…

Erst wenige Stunden im schönen Hagen, machte ich mich zum Treffen mit Lars. Dabei traf ich auf eine ansprechende Werbung vom Theater Hagen. Das lädt nämlich aktuell zur fulminanten Neuinszenierung der ”West Side Story” ein. Huch, etwas erschrocken zwinkerte ich ein paar Mal, aber es war wahr. Das erste Lächeln lies natürlich nicht lange auf sich warten. Mein erster Gedanke bezog sich natürlich auf einen thematischen Bezug zu einer entzückenden jungen Frau (vgl. West Side Story). Ich werde mir das Musical anschauen (müssen).
Bei all meiner Begeisterung würde ich Maria doch glatt einladen…

Ein gewöhnlicher Tag? Naja, es geht. Obwohl ich gestern Nacht spät ins Bett kam und außerdem schlecht in den Schlaf finden konnte, bin ich heute Morgen recht früh aufgewacht. Der erste Gedanke waren [geniale] Ideen zur Arbeit, die ich natürlich direkt umsetzen musste. Nebenbei telefonierte ich noch mit meiner Oma und tätigte einige Überweisungen (Miete).

Das geplante Treffen mit Danie fiel ins Wasser. Unbehelligt davon, war das Wetter ja perfekt. Also bin ich ins Paradies gefahren. Die Zeit-Ausgaben der letzten Woche habe ich eingepackt, sodass ich prächtig unterhalten war. Ich arbeitete die 3 letzten Ausgaben auf und las etwa 2 Stunden in der herrlichen paradiesischen Sonne. Das im Ernst-Abbe-Sportfeld stattfindende Thüringenderby zwischen den FC Carl Zeiss Jena II und RW Erfurt II (Oberliga) war nicht zu überhören. Die tausenden Polizei-Beamten im hübschen Eishockey-Outfit taten ihr Bestes dazu. Die RWE-Fans sind nach dem Spiel auf dem Weg zum Westbahnhof auch noch 10m an mir vorbei gelaufen. Sehr witzig. Ich glaube, nur wenige Oberliga-Spiele können sich über solche Beliebtheit freuen wie die von Carl Zeiss. Der Ergebnis war übrigens auch noch ganz positiv - 2:1. Nach einem Telefonat mit Tina, kam sie spontan mit ihrem Dad vorbei. Ich glaube, es tat ihm sehr gut. Nicht zu letzt, weil er sich im Nachhinein sehr für den schönen Nachmittag bedankte. Ich bin später mit Tina noch in den Schillerhof gefahren. Wir sahen das deutsche Drama ”Dr. Alemán“, ein sehr gelungener Film mit einem Drang zum Detail. Das Gesamturteil: Sehenswert. Also für Leute, die anspruchsvolle Filme mögen ;)
Im Anschluss kehrten wir noch kurz bei Dersimo ein, wo ich den geilsten Döner seit langem zu mir nahm. Im Gegensatz zur überteuerten Grausamkeit in Bad Nauheim war dieser sehr lecker und verfügte über eine Menge Fleisch.

Als ich Tina nach Hause brachte, kehrten ihre Mum, Ronald und seine Mutter auch gerade ein, sodass es mir schwer fiel, nicht nochmal mit rein zu schauen. Wir unterhielten uns nett, was ich wahrscheinlich bald sehr vermissen werde. Genauso wie ich im Moment jemand anderes vermisse. 2 Cappuccini und ein Bier später, schrieb es 0 Uhr und der Weg ins Hotel stand an. Das jedoch mit einem gemischten, nachdenklichen Gefühl…