Qualitatives Fernsehen ist selten. Schaut man sich in der Sendervielfalt Deutschlands um, fällt auf: Viel Kommerz, viel schlechtes Fernsehen. Nun steht als erstes die Frage, steht mir es zu, Fernsehen zu bewerten? Ich sage ja, immerhin zahl ich brav die GEZ-Gebühren und sehe, dass Teilweise sehr vernünftiges Programm zu Stande kommen kann. Das, was die Privaten seit RTL, Sat. 1 & Co. vergebens versuchen. Die Schere geht, meiner Meinung nach, sogar immer weiter auseinander. Das Programm ist oftmals so schlecht, dass man wochenlang ohne etwas zu verpassen den Fernseher ausgeschaltet lassen kann.
Der Grund diesen Beitrag zu schreiben, ist meine derzeitige Faszination am Sender 3sat. Das Fernsehen der 4 Größen ZDF, ORF, SRG und ARD zeigt mir im Moment sehr deutlich, wozu deutsches Fernsehen in der Lage ist. Da wären die spannenden Thementage zu nennen, die sich einem Bereich für mehrere Stunden ausführlich und aus zahlreichen Perspektiven widmen oder das gelungene 3sat Festival, welches Kaberett & Comedy von eher unbekannteren Künstlern der Extraklasse bietet. Immerhin war Rainald Grebe auch da. Gerade habe ich den bewegenden Film „Le Train – Ein Hauch von Glück“ der Romy-Schneider-Reihe gesehen und kann aufgrund der Begeisterung meiner Lieblingsschauspielerin noch nicht recht zur Ruhe kommen. Zurück zum eigentlichen Thema heißt es, dass es durchaus einen Hoffnungsschimmer gibt. Von diesen kleinen niedlichen 3sat wissen zu wenig, wie toll der Sender ist und besonders, was er zu bieten hat.
Einschalten: „3sat – anders fernsehen“