Archive for Januar, 2009

Ein Tag. Ich hätte nicht gewettet, dass dieser Tag in der Form stattfindet, aber umso schöner.
Nach mehreren Telefonaten war ich mit Claudi verabredet. Nicht in der Quer- oder Wagnergasse, sondern einfach abwechslungsreich im schönen Dortmund-Kirchlinden.  Mit durchmischten Gefühlen fuhr ich die A45 Richtung Hafen. In der letzten Zeit war die Kommunikation in Schieflage geraten und meine Verbesserungsversuche bisher nicht vernommen. Nachdem ich den Lockenkopf abgeholt habe, musste ich ihr natürlich mein Lieblingsstation im Ruhrgebiet zeigen, das Ruhrstadion in Bochum. Über das Planetatium und Bergbaumuseum ging unsere Tour in einen entspannenden Park in Herne. Dort spazierten wir eine Weile und hatten Gelegenheit, etwas über vorgefallene Dinge zu reden. Ich bin mir nicht sicher, ob wir dasselbe mitnehmen, aber schön wars allemal. Im Anschluss fuhren wir durch Gelsenkirchen.

Nach zu viel Blau-Weiß sollte es ins CentrO (Neue Mitte) nach Oberhausen gehen. Das mittlerweile größte Einkaufszentrum Europas ist eine Art Paradies. Und das nicht nur im Vergleich zur alten Mitte, sondern in vielerlei Hinsicht. Heute habe ich das anschließende Metronom-Theater in seiner volle Güte wahrgenommen. Der Reiz zu einem “Tanz der Vampire” ist auf jeden Fall gestiegen. Nach leckeren Holländischen Pommes in der ***-***-Oase sammelten wir Eindrücke des Kapitalismus und den in ihm gefangenen Gästen. Das hier vieles anders ist, wurde mir nochmal richtig bewusst. Das vieles nicht schlecht ist/sein muss, ist wohl klar.

Als Schorchi seinen Lerntag beendet hatte, fuhren wir über Bottrop, Gladbeck zurück nach Gelsenkirchen. Wir waren mit unserem Jenenser Freund verabredet. Wir waren gemeinsam im Plüschen und hatten Zeit, uns nett zu unterhalten. Es war zwar ein kurzer, aber sehr witziger Besuch. Und nun? Da es spät geworden ist, auf auf zurück nach Dortmund. So konnte ich den Chris und seinen Mitbewohner auch noch kennenlernen. Die Wohnung von Maschinenbauern ist einmalig. Typisch Kerle wahrscheinlich. Sehr spärlich, aber viel Potenzial und Vorhaben. Aber mal ernsthaft, es sind 2 sehr symphatische Jungs. Die Idee, einen Biertest zu machen, finde ich fast grandios. Als wir kurz vor Ladenschluss noch fix die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen haben, ist mir an der Kasse eine Person aufgefallen. Ich dachte sofort, woher kenne ich das Gesicht nur? Jetzt weiß ich es wieder, nur leider zu spät. Es war die nette Frau von der Hagener Feuerzangenbowle. Sicher.

Unbeeindruckt dessen stöberte Chris in den verschiedenen Biersorten. Ich begeisterte mich für das neu aufgelegte alte Bergmann-Bier. Die Brauerei ist am Anfang des Abschwungs im Ruhrgebiet als erste geschlossen wurden. Das war der Beginn des Niedergangs der einstigen Brauerei-Hochburg Dortmund. Seit kurzem wird das Traditionsbier allerdings wieder produziert. Zwar fehlt im Namen Dormunder Bergmann-Brauerei noch das D, weil in Dortmund noch keine geeignete Produktionsstätte gefunden wurde und es außerhald gebraut wird.  Aber das ist hoffentlich nur eine Frage der Zeit. Schmecken tut es auf jeden Fall. Und ich denke potenziell interessierte Kumpels gibt es noch viele!
Unser gemeinsamer Abend war allerdigs schnell vorbei, weil ich nicht nur etwas angeschlagen bin, sondern auch morgen um 8 Uhr zu meiner letzten Vorlesung will. Dafür gilt es wieder fit zu sein und schlaf zu tanken.

Ich fand den Tag insgesamt sehr rund und kann mich bei den beteiligten Personen nur herzlich bedanken!

Die Reise Jenas durch den DFB-Pokal soll weiter gehen, die nächste Etappe steht in der Oberaue an. Wer kommt, ist kein geringerer als der FC Schalke aus Gelsenkirchen. Weiter bewerten möchte ich die Stadt an dieser Stelle nicht.
Ich war mit Andreas und Christian verabredet. Gemeinsam mit meinen “Schalkern” wollte ich der einzige sein, der im “Schalker Eck” zuletzt lacht. Ich muss sagen, ich war sehr angetan. Das Spiel der Thüringer war erstaunlich gut. Meine Begeisterung hallt immer noch nach. Trotz überwiegend schlechtem Spiel hat Schalke 100% seiner Chancen genutzt, das waren in diesem Spiel genau 4 an der Zahl. Ich hatte einem Moment zum Jubeln, der reichte auch.  Zwar nicht zum Sieg des Spiels, aber um die Situation in einer Kneipe als einziger zu Jubeln auskzukosten. Die Stimmung interessant kann als typisch Pott bezeichnet werden. Die Kumpels kamen aus der Zeche und haben das einzige neben der Arbeit ausgekostet. Ein durchschnittlicher Intelligenzquotient war aufgrund zu vieler Nullstellen leider nicht zu berechnen ;)
Ich werde das beste Niederlage Jenas gern in Erinnerung behalten. Nie war ich nach einem verlorenen Spiel so begeistert. Was für die Zukunft bleibt, ist für die meisten nur das Ergebnis. Das jedoch spiegelt nicht immer den Verlauf wieder…

Post bekommen die meisten regelmäßig, da bin ich auch keine Ausnahme. Auch, wenn das nur schwer nachvollzogen werden kann ;)
Das Problem der Post ist in den überwiegenden Fällen: Es sind Rechnung oder Werbung. Gegenteilige Post ist eine Seltenheit. Heute habe ich tatsächlich einen Brief erhalten, der nicht zu diesen 2 Kategorien zählt. Post aus Jena. Das ist der nächste Punkt, wo es sich noch mehr lohnt, sich der ganzen Sache näher zu widmen. Obwohl ich aus mir bisher nicht erschließbaren Gründen nach München schrieb, erhielt ich Antwort aus Jena. Seltsam, aber schön. Das sich nur um eine Empfangsbestätigung handelte, spielte bei der ganzen Vorfreude schon gar keine Rolle mehr. Das zeigt mir deutlich, dass es oft nicht auf den Inhalt ankommt, sondern im großen Teil darum, dass überhaupt kommuniziert wird. Dabei ist natürlich die Erschließung möglichst vieler Kommunikationswege von Vorteil. Nach einem nicht angenommen Anruf, kommt eine kurze Reaktion per Mail doch nicht schlecht.  Genauso wie sich über eine SMS nach einen FAX gefreut wird. Das gibt dem Absender nicht nur das Gefühl, dass das Schreiben sein Ziel erreicht hat, sondern bindet ihn direkt in die Begeisteruung mit ein.

In diesem Sinne: Zerreiß nie das goldene Band…

Er war nicht immer präsent, jedoch nie vergessen: Der Jena-Plan. Vor über einem Jahr sorgten Hacker über den die Internet-Präsentation jena-plan.de für großen Unfug und brachten nicht nur den Server ständig zum Absturz, sondern mich bis zur fristlosen Kündigung. Die Präsentation stand auch nach einem Serverumzug wieder regelmäßig unter Beschuss. Aus diesem Grund war auch diese Seite zeitweise nicht mehr erreichbar. Infolgedessen musste der Jena-Plan aus Sicherheitsgründen offline gehen. Bis jetzt. Der Jena-Plan wurde teifer gelegt. Die Seite fuhr seit mitte dieser Woche BMW. Nun wurde dieser noch etwas tiefer gelegt und das Fahrwerk verbessert. Jetzt ist die Seite für die ungebrochene Begeisterung wieder zu haben.
Wenn Umstellung, warum nicht gleich richtig? Diese Seite wurde im selben Zug mit neuem Background ausgestattet. Aus dem schönen Trabant wurde nun ein komplexer Daimler. Nach außen serriös im alten Gewand, welches bis Mitte 2009 Bestand haben wird. Weitere Neuerungen meines persönlichen Konjukturpakets sind die Wiederauflage von jenportal-de und (der alten Ausgabe) von goeltzschtalbruecke-online.de. Demnächst wird auch bsc-haspe.de und funkrufe.de wieder an den Start gehen. Die Basis dafür ist bereits gelegt.

Die Konsolierungsmaßnahme scheint langsam Früchte zu tragen. Wie deutlich erkennbar ist, scheint einiges im Umbruch…

Es wird ernst. Die Vorabnahme der Wohnung im idyllischen Hagen ist erfolgt. Völlig begeistert von meinen Kosmetika und Einrichtungsgeschmack, wurde der anstehende Umzug mit dem Vermieter besprochen. Kurz und schmerzlos. Was mir die Ernsthaftigkeit dieses Vorhabens unterschreicht? Die Werbung für eine Wohnung am Fenster. Ab sofort wohne ich in einer “freien” Wohnung. Was das genau bedeutet, muss ich mir noch versuchen, zu erschließen. Die Gedanken sind in diesen Räumen schon immer frei. Nun können alle Interessierten Kontakt zu meiner Wohnung aufnehmen.
Für mich heißt das, mir langsam Feuer unter dem Hintern zu machen. Denn irgendwie fehlt etwas. Und das ist nicht weniger als eine neue Wohnung. Die Ansprüche im fernen Thüringen sind ziemlich abgefahren, nicht nur was die grundsätzlichen Preise für Wohnraum angeht. Manchmal denke ich, die Mauer steht noch. Jedenfalls scheint es eine semipermeable Membran, welche nur nach außen (gen Westen) durchlässig ist, zu sein. Wenn das passiert, was die Politik seit fast 20 Jahren fordert, nämlich, dass es eine Einwanderung gibt, wird sie unnötig erschwert. Ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster und fordere für jeden Rück-/Einwanderer Ostdeutschlands eine einmalige Prämie.
In Bezug auf die Bundesrepublik gibt es das schon, warum nicht auch innerhalb Deutschland besondere Anreize für Regionen schaffen? Gerade, weil eine Denkfabrik Thüringen oder Stadt der Wissenschaft wie Jena sich über jede zugewanderte Fachkraft freuen sollte. Wissen und wachsen. Wachsen sollte auch ein Einwohnerwachstum mit sich ziehen, welcher natürlich auch mehr Wohnraum benötigt. Die Aufgaben scheinen klar, jetzt muss etwas daraus gemacht werden.

Um es aus Tradition mit einem populistischen Counter darzustellen:
68 Tage bis weg.

Es wird regelmäßig als Super-Wahljahr bezeichnet, dieses Jahr. Das stimmt, wenn die anstehenden Wahlen summiert werden und die Bedeutung abgeschätzt wird. Neben einigen Landtagswahlen ist die Bundestags- und Europa-Wahl wohl sehr weit greifend.
Am vergangenen Sonntag nun der Auftakt mit der wiederholten Wahl zum Hessischen Landtag im schönen Wiesbaden. Wer rein darf, sind nach meiner Überzeugung die richtigen. Die SPD hat einen mächtigen Denkzettel verpasst bekommen. Inwieweit das Auswirkung auf die Bundestagswahl hat, was oft bestritten wird, gilt es nicht zu unterschätzen. Der größer Gewinner dieser Wahl sind die Freien Liberalen. Dieses sensationelle Ergebnis ist das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, welche endlich Früchte trägt. Durch das Vertrauen der Bürger kann die FDP durch aktives Handel nun ihre Glaubwürdigkeit unterstreichen und hoffentlich in Zukunft weitere Wähler überzeugen. Mein Glückwunsch zu diesem Achtungserfolg. 

Der letzte Eintrag liegt Monate zurück. Wider erwarten, ist mehr passiert als an dieser Stelle berichtet wurde. Positiv wie negativ. Klar ist nur, Dinge passieren. Und das jedes Ding 2 Seiten ist auch klar. Die Welt kann sich schlecht geredet und alles als negativ abgestempelt werden. Das ist einfach. Zu versuchen, was das positive an im ersten Eindruck unschönen Dinge ist, stellt eine Herausforderung dar, ist anstrengend. Dann lieber den angenehmen Weg. In jedem negativen Ereignis liegen Chancen und wenn es nur die ist, zu erkennen, dass es eine schlechte Erfahrung ist. Dann ist es an der Zeit, etwas zu verändern. Wenn man es will. Und das will die Mehrheit nicht, weil: wieder anstrengend.
Ich merke gerade, dass ich nicht unmittelbar zum Punkt gelange. Was ich eigentlich sagen will:

Für das neue Jahr 2009 wünsche ich allen Lesern und Besuchern dieser Seite alles erdenkliche Gute, Gesundheit und Erfolg.

Ich habe für meinen Teil erkannt, welche Aufgaben vor mir stehen. Nicht zu viel, sonst wird das mit den guten Vorsätzen unmöglich. Denn wie man das aus der Planung kennt. Ziele wie auch Vorsätze müssen (unter anderem) terminiert, messbar, aber vor allem realistisch sein.
Also, packen wirs an. Das es Zeit für Veränderungen ist, zeigt nicht zuletzt die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise.