Ein Tag. Ich hätte nicht gewettet, dass dieser Tag in der Form stattfindet, aber umso schöner.
Nach mehreren Telefonaten war ich mit Claudi verabredet. Nicht in der Quer- oder Wagnergasse, sondern einfach abwechslungsreich im schönen Dortmund-Kirchlinden.  Mit durchmischten Gefühlen fuhr ich die A45 Richtung Hafen. In der letzten Zeit war die Kommunikation in Schieflage geraten und meine Verbesserungsversuche bisher nicht vernommen. Nachdem ich den Lockenkopf abgeholt habe, musste ich ihr natürlich mein Lieblingsstation im Ruhrgebiet zeigen, das Ruhrstadion in Bochum. Über das Planetatium und Bergbaumuseum ging unsere Tour in einen entspannenden Park in Herne. Dort spazierten wir eine Weile und hatten Gelegenheit, etwas über vorgefallene Dinge zu reden. Ich bin mir nicht sicher, ob wir dasselbe mitnehmen, aber schön wars allemal. Im Anschluss fuhren wir durch Gelsenkirchen.

Nach zu viel Blau-Weiß sollte es ins CentrO (Neue Mitte) nach Oberhausen gehen. Das mittlerweile größte Einkaufszentrum Europas ist eine Art Paradies. Und das nicht nur im Vergleich zur alten Mitte, sondern in vielerlei Hinsicht. Heute habe ich das anschließende Metronom-Theater in seiner volle Güte wahrgenommen. Der Reiz zu einem „Tanz der Vampire“ ist auf jeden Fall gestiegen. Nach leckeren Holländischen Pommes in der ***-***-Oase sammelten wir Eindrücke des Kapitalismus und den in ihm gefangenen Gästen. Das hier vieles anders ist, wurde mir nochmal richtig bewusst. Das vieles nicht schlecht ist/sein muss, ist wohl klar.

Als Schorchi seinen Lerntag beendet hatte, fuhren wir über Bottrop, Gladbeck zurück nach Gelsenkirchen. Wir waren mit unserem Jenenser Freund verabredet. Wir waren gemeinsam im Plüschen und hatten Zeit, uns nett zu unterhalten. Es war zwar ein kurzer, aber sehr witziger Besuch. Und nun? Da es spät geworden ist, auf auf zurück nach Dortmund. So konnte ich den Chris und seinen Mitbewohner auch noch kennenlernen. Die Wohnung von Maschinenbauern ist einmalig. Typisch Kerle wahrscheinlich. Sehr spärlich, aber viel Potenzial und Vorhaben. Aber mal ernsthaft, es sind 2 sehr symphatische Jungs. Die Idee, einen Biertest zu machen, finde ich fast grandios. Als wir kurz vor Ladenschluss noch fix die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen haben, ist mir an der Kasse eine Person aufgefallen. Ich dachte sofort, woher kenne ich das Gesicht nur? Jetzt weiß ich es wieder, nur leider zu spät. Es war die nette Frau von der Hagener Feuerzangenbowle. Sicher.

Unbeeindruckt dessen stöberte Chris in den verschiedenen Biersorten. Ich begeisterte mich für das neu aufgelegte alte Bergmann-Bier. Die Brauerei ist am Anfang des Abschwungs im Ruhrgebiet als erste geschlossen wurden. Das war der Beginn des Niedergangs der einstigen Brauerei-Hochburg Dortmund. Seit kurzem wird das Traditionsbier allerdings wieder produziert. Zwar fehlt im Namen Dormunder Bergmann-Brauerei noch das D, weil in Dortmund noch keine geeignete Produktionsstätte gefunden wurde und es außerhald gebraut wird.  Aber das ist hoffentlich nur eine Frage der Zeit. Schmecken tut es auf jeden Fall. Und ich denke potenziell interessierte Kumpels gibt es noch viele!
Unser gemeinsamer Abend war allerdigs schnell vorbei, weil ich nicht nur etwas angeschlagen bin, sondern auch morgen um 8 Uhr zu meiner letzten Vorlesung will. Dafür gilt es wieder fit zu sein und schlaf zu tanken.

Ich fand den Tag insgesamt sehr rund und kann mich bei den beteiligten Personen nur herzlich bedanken!