17:30 Uhr in Jena. Natürlich gehe ich meiner Verpflichtung nach und wage den Weg zur Urne. Die wenigstens nicht so einen traurigen Beigeschmack. Jedenfalls merkt man diesen nicht unmittelbar. Erst, wenn sie nach einiger Zeit die Wahlversprechen umkehren und motivierte Politiker sich lieber im Fernsehen betrachten als ihrem Job nachzugehen.
Als ich ankam, waren die Wahlzetttel aufgebraucht. Man hat nicht mit einer so großen Wahlbeteiligung gerechnet, wurde mir gesagt. Sehr erstaunlich, die im Nachhinein bekanntgegebenen 55% sind ja auch nicht wirklich überwältigend. Einige waren nicht ganz so motiviert und zogen von Dannen, ich blieb und wartete auf die Möglichkeit ein Kreuz zu setzen. Als die Wahlzettel nach einer Weile dann da waren, brach große Begeisterung aus. Das Kreuz war schnell gesetzt. Wenn man vorher weiß, wohin, ist die Sache doch recht schnell vorbei. Und ich frage mich, warum die Interessenlosigkeit so groß ist.

Neben der Europa-Wahl ging es in Jena auch um die Entscheidung zum Stadtrat. Die Hochrechnungen im Internet erscheinen mir sehr vernünftigt. Wie bei der Europa-Wahl gab es keine großen Überwaschungen, außer das mir der linke Flügel in Thüringen etwas zu hoch erscheintund es ruhig liberaler werden kann.

Das offizielle Wahlergebnis liegt nun vor, schneller als die lokale Klatschpresse es in einigen Stunden druckt:

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