Ungefähr 100% eines Studium sehen die meisten deren Exmatrikulation mit abgeschlossener Prüfung entgegen. Der absolute Brief, der alle Korrekturen unmöglich macht, regt jedoch auch zum Nachdenken an. Die ja so „angenehme“ Studienzeit ist vorbei, plötzlich steht das harte Leben vor der Haustür. Die Verweildauer an meinem Studienort hatte alle Dimensionen der menschlichen Gefühlswelt. Ich habe geflucht, hatte Schmetterlinge im Bausch, hatte Sehnsucht, wollte flüchten, wollte die Wohnung nicht verlassen und Einiges mehr. Ich habe Menschen kennengelernt, die mich begeistern, die es Wert sind, unbedingt mitzunehmen. Im Vergleich, auf meinem  weiteren Werdegang Wissen zu verlieren, ist meine Angst ungleich höher, die Menschen zurückzulassen. Mittlerweile wohne ich bereits eine ganze Weile entfernt von Hagen in meiner Traumstadt. Und ich muss feststellen, ungeahnte Dinge fehlen.
Meine Ziele im Studium habe ich erreicht, sogar noch mehr. Auf eine Zeile im Abschlusszeugnis bin ich sogar sehr stolz. Und jetzt wartet viel Neues auf mich, was mich sehr gespannt stimmt. Die vertraute Umgebung mit bekannten Aufgaben und Kollegen wird mir den Einstieg erleichtern. Und ich freue mich sehr auf meine Zukunft…