Archive for Februar, 2010

Man könnte denken, diese Aussage stammt von mir. Aber nein, in diesem Fall habe ich mich an die Einstellung Haralds Schmidts gewandt.
Sich selbst einschätzen zu können, ist der erste Schritt, sich weiterentwickeln zu können. Stärken und Schwächen zu kennen, ist das Fundament für einen nachhaltigen Fortschritt.
Die eigenen Stärken zu kennen, ist wichtig, um diese richtig einsetzen zu können. Die eigenen Schwächen zu kennen, ist wichtig, um an diesen arbeiten zu können. Sind beide Seiten bekannt, ist abzuwägen, wo der Fokus gesetzt wird. Will man seine Stärken weiter ausbausen, um diese noch besser nutzen zu können oder will man an den Schwächen arbeiten, um sie zu stärken. Die Entscheidung sollte im Inneren getroffen und nicht von außen vorgegeben werden. So kann die neue Richtung verinnerlicht werden.

Ein Wahnsinn. Ich stehe im ICE 681, der – wer hätte es vermutet – etwas verspätet ist. Dummerweise plante ich eigentlich einen früheren Zug zu nehmen. Das klappte leider aus Gründen verträumter Beobachtung weiblicher Wesen nicht. Der wenig später verkehrende ICE ist überfüllt und meine Sitzplatzreservierung sowieso verfallen. Der letzte Zufluchtsort ist zum ersten Mal das Bordrestaturant. Der Tisch bewegte mich dazu, mein Notebook noch mal hervor zu holen und etwas zu tun. Eine junge Frau neben mir war sehr verzweifelt, sie weinte. Beim Durchlesen ihres Entlassungsberichtes sackte sie zusammen. Ein Sekt half ihr, die Situation erträglich zu machen. Inspiriert vom Duft bestellte ich mir ein leckeres Weizen-Bier. Super, nachmittags um 15:43 Uhr geht der Abend los. Ich komme mir etwas kaputt vor, aber gut. Als das erste Weizen geleert war, füllte der nette Barkeeper direkt nach. Kurze Zeit später erhielt ich leckere Nüsse, damit mir der Aufenthalt noch etwas versüßt wird.
In Hannover stiegen dann ein paar Leute zu viel ein. Der Zug war plötzlich überfüllt. Und zwar so drastisch überfüllt, dass er aufgrund der Überlastung nicht weiterfahren konnte. Freundlich bat die Bahn ihre Kunden, wenn es möglich sei, doch bitte den nächsten Zug zu nehmen. Interessanterweise stiegen tatsächlich einige Passagiere aus und verspäteten sich freiwillig. Danke dafür!
Die dennoch entstandene Verspätung von etwa 15 Minuten sorgen etwa 30 Minuten später für das nächste Drama. In Göttingen verpasste ich mein Anschlusszug um satte 4 Minuten. Aber pünktlich wie der RegionalExpress eben immer ist, wartet er nicht. Die Folge dessen war ein gemütlicher Aufenthalt von zwei Stunden in der netten Studentenstadt. Die freundlichen Bahnmitarbeiter boten mir weitere Nüsse zum gemütlichen Verweilen an. Diesmal Cashnew-Nüsse, die wirklich gut waren. Ich bin mir nur nicht sicher, ob sich dafür die unfreiwillige Opferung von zwei Stunden Freizeit lohnen.
Im superpünktlichen RegionalExpress traf ich dann auf bekannte Gesichter, sodass die restliche Wegstrecke – mit guter Lektüre untermauert – sehr angenehm war…