Ägypten ist eines der größten Länder für den Export von Biolebensmitteln? Wobei Ägypten aus einem Großteil aus Wüste und wenig fruchtbaren Boden für den Anbau von Lebensmitteln besteht. Wie kann das gehen?
Es ist wohl tatsächlich so, dass mittlerweile zahlreiche Anbaugebiete mitten im Wüstengebiet entstanden sind. Der trockene Sandboden enthält wenig Nährstoffe, welche alle von außen zugeführt werden müssen. Genauso ist es mit Unmengen von Wasser: beispielsweise 300-700 Liter für Kartoffeln.
Die Wasserversorgung wird durch Tiefenbohrungen nach fossilen Grundwasserlagerstätten gewährleistet. Sprenkleranlagen sorgen tagsüber für pausenlose Wasserberieselung, welche mit Dünger zusätzlich im Boden nicht vorhandene Nährstoffe bereitstellen.
Der immense Wasserkonsum senkt den Grundwasserspiegel. Des Weiteren ist hoher Aufwand an Kühllagern notwendig, da die geernteten Erträge natürlich möglich frisch am Bestimmungsort, der häufig aus Deutschland ist, ankommen.

Ich halte das für einen ökologischen Wahnsinn. Darauf hingewiesen wurde ich vom Themenwochenende Ernährung auf ZDFneo.