Hört sich an wie R2D2. Ist allerdings in diesem Fall nur die EU-Verordnung mit dem offiziellen Namen „Handelsklassenverordnung“. Mehr bekannt unter dem Namen „Gurkenkrümmungsverordnung“ wird Händler vorgeschrieben, wie Obst und Gemüse auf Basis verschiedener Eigenschaften klassifiziert werden.
Die Verordnung wurde vor 25 Jahren erlassen und deklariert Klasseneinteilungen für Obst und Gemüse: Extra, 1 und 2: Die erlaubte Krümmung für eine Gurke reicht von der Extraklasse mit einer 10mm Krümmung auf 10cm Länge bis zur Klasse zwei mit einen Krümmungsgrad von 20mm auf 10cm. Im Umkehrschluss legt die Verordnung nicht fest, was mit Gurken geschehen soll, welche nicht in die festgelegten Klassen fallen. So sollte die Entscheidung doch beim Konsumenten liegen, welche Gurken in der Tonne landen und welche nicht. Das Problem nur, dass durch die Verordnung die Gurken hauptsächlich aus logistischen Gründen „vereinheitlichen“ sollte. Ziel war es für den Handel, möglichst viele Gurken in eine Standard-Kiste zu bekommen. Das heißt also, die krummen Gurken kommen gar nicht erst bis zum Konsumenten, um sie gegebenenfalls doch zu kaufen. Eine Klassifizierung mit unmittelbarer Aussortierungsfunktion. Zwar ist die Verordnung im Rahmen des „Bürokratie-Abbaus“ am 1. Juli 2009 wieder abgeschafft wurden. Die Klassifizierungsklassen werden jedoch vielerorts weiter verwendet. Na herzlichen Glückwunsch…