Das zweite Mal eine Jahrhundertflut innerhalb weniger Jahre. Es ist erschreckend, was gerade zahlreiche Städten und Gemeinden widerfährt. Wenn die Schreckensbilder zu sehen sind, die untergegangen Weiden, Häuser, das Hab & Gut zahlreicher Menschen, kommt ein starkes Gefühl der Demut. Das Glück nicht in einem Krisengebiet zu wohnen, wirkt plötzlich unbezahlbar. Neben dieser Wahrnehmung, welche ein Großteil der Bevölkerung haben, kommen bei mir zusätzlich besondere Gefühle auf. Zur Jahrhundertflut im Jahr 2002 verfolgte ich ca. 10 Stunden täglich das Geschehen. Ich war im Krankenhaus „gefesselt“, hatte meine persönliche Katastrophe gerade abwenden können. Die Retter, Helfer und Opfer haben mir mit ihrer Energie damals enormen Antrieb gegeben. Vergleichbare Bilder aktuell zu sehen werfen mich zwar nicht zurück, regen mich jedoch sehr zum Gedanken an. Schließlich ist zwischenzeitlich eine ganze Menge passiert. Wenn man die Bilder sieht (vgl. Hochwasser: Bundeswehr-Hilfseinsatz) oder einfach einen Blick in die überschwemmte Oberaue wirft, kommt direkt der Gedanke: Offensichtlich sind nicht jederorts die richtigen Dinge passiert…