Meine Einstellung zur Welt ist grundsätzlich liberal. Im Moment beschäftige ich mich intensiv mit der Geschichte des traditionsreichen Unternehmens Carl Zeiss Jena. Die Persönlichkeiten der Gründungsjahre sowie die nachhaltige Wirkung und Einfluss auf die gegenwärtige Gesellschaft schätze ich als außerordentlich ein. Die Gedanken und Ziele von Ernst Abbe, welcher als wissenschaftlicher Kopf und Innovator des heutigen Weltkonzerns erheblichen Einfluss auf die heutigen Arbeitszeiten und sozialer Verantwortung von Unternehmen, sind erstrebenwert. Die Leistung und Arbeit der Mitarbeiter eines Unternehmens müssen diese durch Wertschätzung und sozialer Sicherung in erheblichem Maße zurückgeführt werden.

Dokumentiert ist die langjährige Bestrebung neben diseer Förderung der Mitarbeiter auch hohes soziales Engagement – bspw. der Bau des hiesigen Volkshauses. Der Einfluss Abbes prägt den Zusammenhalt der Einwohner Jenas, das politische Interesse, aber ins Besondere die Form der Zusammenarbeit er Wissenschaft und Wirtschaft.
Wichtig ist, die Menschen hinter wirtschaftlichen Erfolg zu sehen. Und noch wichtiger, die Menschen über wirtschaftliche Erfolg zu stellen.

Was mir jedoch zu denken gibt, ist durch einen Zeissianer geprägten Spruch „Bereitwilligkeit als Zeichen der Betriebszugehörigkeit“ zur Rechtfertigung für Uberstunden zu sehen. Bei aktuell 60 Überstunden diesen Monats fällt jegliche Rechtfertigung schwer. Nur muss es wohl manchmal so sein…