Tina hat ihr Examen erfolgreich bestanden. Jetzt geht vielleicht das freie Leben los, welches aber nicht immer leicht wird. Ich bin jedoch überzeugt, du wirst deinen Weg gehen. Und sicher auch in die richtige Richtung.
Weil das Leben nach dem Studium mit einem Auslandsaufenthalt starten soll, gab es eine kleine Abschiedsfeier. Da ich heute Nacht nicht so gut geschlafen habe, war meine Motivation nach dem langen Arbeitstag nicht unermesslich hoch. Natürlich konnte ich mir ein Nichterscheinen nicht leisten. Die Veranstaltung begann mit der Fahrt nach Lobeda und einer langwierigen Parkplatzsuche – ein Traum . Die Feier fand mit und in der WG eines Mitstudenten statt. Die Wohnung war schnell gefunden. Die Begrüßung erfolgte mit einem kleinen Begrüßungstrunk vom Gastgeber. Danach war Tina im Getummel schnell ausgemacht.
Gespräche mit Tina und Kommilitonen folgten. Es war spannend mit den Leuten über ihre Pläne, den Schutz von Tierarten oder auch Projektmanagement im Bereich öffentlichen Organisationen. Eine sehr angenehme Veranstaltung mit Vielen, die ihr Studium gerade hinter sich bekommen haben und zusätzlich einigen Erstsemestern. Die Generation der WG befindet sich nämlich gerade im Umbruch. Die Räumlichkeiten waren gut gefüllt, die Stimmung ausgelassen. Für einige Nachbarn war dies wohl zu viel. Die Sicherheitsmitarbeiter von städtischen Wohnraumanbieter wiesen uns auf eine angemessene Lautstärke hin. Interessanterweise kamen die Beschwerden nicht von unmittelbaren Nachbarn aus dem Haus, sondern von umliegenden Hausbewohnern. Außerdem gab es dafür einen Manuspunkt für das Sammelheft, welchen der Wohnungsanbieter zur Identifizierung von unsozialer Lautstärke von Raudis eingeführt hat. Ab einer bestimmten Anzahl von Manuspunkten muss die Wohnung dann wahrscheinlich kurzzeitig abgegeben werden, ab einer höheren Grenze muss die Bewerbung für eine neue Wohnung bei einem anderen Vermieter her.
Ich musste die Veranstaltung zu früh verlassen, habe es sehr genossen. Aber als verantwortungsvoller Mitarbeiter muss ich auf ausreichend hohe Leistungsfähigkeit am morgigen Arbeitstag achten.