Bei meinem regelmäßigen Lauf um die Alster komme ich nach absehbarer Zeit immer wieder auf die gleichen Gedanken. Nämlich den befremdlichen Umgang mit Hundeleinen. Scheinbar gehört es in Hamburg zum guten Ton, seinem Tier – vornehmlich Hund – beim Spaziergang unendliche Freiheit zuzugestehen. Eine nicht qualifizierbare Statistik meinerseits hat ergeben, dass einfach kein HundeführIn eine Leine, Kette oder ähnliches Objekt zum Führen seines Hundes verwendet. Ich finde diesen Anblick nach wie vor irritierend und kann mich nur schwer an diese Leichtigkeit gewöhnen. Das Führen von Hunde mit Leine scheint in dieser Stadt eher die Ausnahme zu sein. Es sei jedoch erwähnt, dass die Gesetzeslage in dieser Stadt wie in den meisten Großstädten vorliegt: Leinenpflicht! Der Umgang mit dieser Freiheitsberaubung der Tiere, die sich wahrscheinlich im Vergleich zur Wohnung sehr eingeschränkt fühlen, ist nur ein anderer. In anderen Großstädten stellt sich ein anderes Bild dar. Die meisten HundeführerIn verwenden Pflichtbewusst eine Leine, weniger weigern sich dagegen. Jedensfalls ist mir dieses Bild beispielsweise aus dem Jenaer Paradies vertraut.
Es ist nicht so, dass die Hansestadt nicht engagiert ist. Mitarbeiter vom Ordnungsamt sind eigentlich immer unterwegs und haben entsprechend der oben geschilderten Situation auch konstante Einnahmen. Die Hansestadt kann aus eigener Wahrnehmung die Parkstreife mindestens verdreifachen und dennoch wären alle Mitarbeiter konstant ausgelastet.